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Pflanzliche Antibiotika- Ausweg aus der Resistenzproblematik?

Foto: LiliGraphie via Shutterstock

Die traditionellen Medizinen aller Völker kannten schon Antibiotika, meistens pflanzlichen Ursprungs. Vor allem bei Harnwegsinfekten können sie die Lösung vieler Probleme sein.

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Manfred van Treek

Arzt und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat und im Präsidium des Deutschen Naturheilbundes

Im Zusammenhang mit verstärkt gegen Antibiotika resistente Bakterien und immer problematischer werdenden Nebenwirkungen ist eine Besinnung auf die jahrtausendealte Pflanzenheilkunde dringend geboten.

Welche Möglichkeiten hat der naturheilkundlich arbeitende Arzt oder Heilpraktiker?

Bei der naturheilkundlichen Behandlung einer Harnwegsinfektion testet man mit dem „Urinstix“, ob Bakterien beteiligt sind. Dies erkennt man an der Rosafärbung eines Feldes auf dem Urinstix. Bleibt dieses farblos, braucht man auch keine pflanzlichen Antibiotika. Es handelt sich dann „nur“ um eine Reizblase mit den entsprechenden Symptomen. Therapeutisch müssen Füße und Unterleib warm gehalten werden, als homöopathische Arznei eignen sich Cantharis-D6- oder D12-Globuli alle drei Stunden.

Bei der naturheilkundlichen Behandlung einer Harnwegsinfektion testet man mit dem „Urinstix“, ob Bakterien beteiligt sind.

Findet sich aber eine bakterielle Harnwegsinfektion, dann sollten pflanzliche „Durchspülungsmittel“ und Harnwegsdesinfizienzien eingenommen werden. Eine Teemischung, um die Durchspülung der Blase zu erhöhen, enthält zum Beispiel Goldrutenkraut, Birkenblätter, Brennnesselkraut und Schachtelhalmkraut. Desinfizienzien enthalten keimtötende Senföle. Es gibt Tabletten aus Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel und ein Fertigpräparat, das aus Bärentraubenblättern hergestellt ist.

Frauen können sich eine rohe, mehrfach eingeritzte, nicht zu kleine Knoblauchzehe, die mit einem Zwirnsfaden durchnäht ist, abends in die Scheide einlegen. Bis jetzt hat es jede Frau, die diese von mir empfohlene Methode anwandte, geschafft, die Knoblauchzehe am anderen Morgen wieder zu entfernen. Die antibiotischen Öle aus dem Knoblauch diffundieren von der Scheide in die anatomisch davorliegende Harnblase.

Diese Heilpflanzentherapie sollte durch Maßnahmen ergänzt werden, mit denen der Urin abwechselnd angesäuert und alkalisiert wird. Ersteres geschieht durch die Einnahme von je 1.000 Milligramm der Aminosäure L-Methionin morgens und mittags und die Alkalisierung durch die Einnahme abends und vor dem Zubettgehen von jeweils 1.000 Milligramm Magnesiumcitrat. Mit der schwefelhaltigen Aminosäure Methionin wird außerdem das Immunsystem gestärkt. Wenn bei jungen Frauen immer wieder Harnwegsinfekte, Reizblasen oder blutiger Urin auftreten und wenn mehrfache Antibiotikaapplikation die Lage immer komplizierter macht, die Darmflora durch gehäufte Antibiose schon beeinträchtigt ist, die wiederholte Antibiotikagabe zu allgemeiner Schwäche, Müdigkeit und Übelkeit geführt hat, dann lohnt die Frage nach der Einnahme der Antibabypille oder einer anderen hormonellen Verhütungsmethode, die die Monatsblutung abschwächt. Wird die Hormonverhütung gestoppt, geht damit oft eine Ausheilung der wiederholten Blasenentzündungen einher.

Meistens nicht notwendig ist der (panikartige) Arztbesuch, wenn nach zwei bis drei Tagen Blasenbeschwerden plötzlich blutiger Urin auftritt. Die Ursache ist ein durch die Blasenschleimhautreizung eröffnetes Blutgefäß. Mit dieser „Hämaturie“ ist der Höhepunkt der Erkrankung bereits überschritten, die Blutung sorgt wie bei einem Aderlass oder einer Blutegelbehandlung für eine entzündungshemmende Entlastung. Danach wird es meistens besser. Tragisches Resultat des Arztbesuches: Verordnung eines synthetischen Antibiotikums. Einfach mal einen Tag abwarten hat in der Regel wieder klaren Urin und Besserung der Beschwerden zur Folge.

MESSETIPP

Tag der Naturheilkunde

Der Deutsche Naturheilbund ist Initiator des jährlichen „Tag der Naturheilkunde“, der jeweils am zweiten Wochenende im Oktober stattfindet. Nehmen Sie teil an den Veranstaltungen der örtlichen Vereine. Hier bringen Sie Ärzte, Heilpraktiker und andere ausgewiesene Experten für Naturheilverfahren und Ernährung auf den neuesten Stand: laienverständlich, praxisbewährt und lebensnah.

Mehr Infos unter: www.naturheilbund.de

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3 Tipps für Schwimmen während der Periode

Eine Frau hat im Schnitt circa 500 Mal im Leben ihre Menstruation und benötigt dafür durchschnittlich zwischen 10.000 und 17.000 Monatshygieneprodukte. Kaum zu glauben, oder? Viel unglaublicher sind allerdings die Auswirkungen von Tampons und Binden auf Umwelt und Gesundheit:

  • rund 1,5 Milliarden Tampons werden nur in Deutschland pro Jahr verbraucht.
  • Bis zu 500 Jahre benötigt ein herkömmlicher Tampon aufgrund von Kunststoffbestandteilen, um zu verrotten.
  • Aus 100% Bio-Baumwolle bestehen Biotampons und sind deswegen auch biologisch abbaubar.
  • 99% der Frauen, die unter häufigem Juckreiz litten und auf Biobinden umgestiegen sind, haben seither keine Hautirritationen im Intimbereich mehr.*

Ob beim Entspannen in der Therme oder beim Strandurlaub auf Mallorca – Das Thema Schwimmen und Periode wirft bei vielen Frauen Fragen auf:

  • Welches Menstruationsprodukt verwende ich beim Schwimmen?
  • Wie kann ich Intiminfektionen bei großer Hitze und Feuchtigkeit vorbeugen?
  • Wie lässt sich übermäßiges Schwitzen beim Tragen von Binden und Slipeinlagen vermeiden?
  • Welche Vorteile bieten Biotampons?
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Wir haben 3 Tipps, damit Sie unbeschwert während Ihrer Menstruation das kühle Nass genießen können:

  • Intimhygiene schonend angehen!

Viele Frauen denken, aufgrund vermehrter Schweißbildung im Sommer ihre intimste Stelle besonders gründlich waschen zu müssen. Vor allem im Hochsommer haben Intiminfektionen Hochsaison und genau deswegen ist ein übermäßiges Reinigen mit aggressiven Waschlotionen kontraproduktiv. Der pH-Wert der Vagina kann durch solche Waschsubstanzen schnell aus dem Gleichgewicht geraten. Der pH-Wert der Vagina ist nämlich anders als der ph-Wert der Haut. Das Scheidenmilieu hat einen pH-Wert von rund 4,5 und ist somit saurer als die Haut. Normale Handseife oder Duschgels entsprechen oft dem ph-Wert der Haut und nicht jenem Scheide. Am besten wäscht frau sich untenrum einfach mit bloßem Wasser!

  • Tampon raus!

„Tampons (egal ob Biotampons oder herkömmliche Tampons) sollten nach dem Baden oder Schwimmen unverzüglich entfernt werden, damit auf dem mit Wasser vollgesogenen Tampon keine Keime oder Bakterien entstehen können. Beim Schwimmen ist es empfehlenswert, auf eine Menstruationskappe umzusteigen – so können Bakterien weniger leicht in die Scheide vordringen,“ empfiehlt Gynäkologin Dr. Lehner-Rothe.

  • Je kleiner der Tampon, umso besser!

„Oft nehmen Frauen immer die größten Tampons, weil sie Sorge haben, dass etwas vorbei laufen könnte. Dabei sollte frau immer die kleinste notwendige Tampongröße wählen und insbesondere an den schwachen Tagen der Menstruation super plus Tampons vermeiden. Diese können die Vagina austrocknen und so Intiminfektionen begünstigen“, so Dr. Lehner-Rothe. Die Bio-Tampons der Marke Organyc z.B. sind bewusst etwas kleiner, um zu verhindern, dass Frauen größere Tampons verwenden als unbedingt notwendig.

Biotampons von Organyc im Test

Was Frauen darüber hinaus beachten sollten, sind die Bestandteile und Inhaltsstoffe von Tampons und Binden. Nicht immer sind diese nämlich auf der Verpackung ausgewiesen. Insbesondere künstliche Duftstoffe sollten Sie nämlich gerade, wenn Sie zu empfindlicher Haut neigen, vermeiden. Eine sinnvolle Alternative stellen die Biotampons und Biobinden von Organyc dar: Sie bestehen aus reiner Biobaumwolle und enthalten keine künstlichen Duftstoffe. Sogar der Klebestreifen der Binde besteht aus einem biologischen Kunststoff namens Mater-Bi und ist daher biologisch abbaubar. Die Organyc-Biotampons konnten auch bei einem Labortest Bestnoten erzielen: Ökotest untersuchte 2017 verschiedene Tamponmarken. Dabei erhielten die Organyc Tampons regular die Note „sehr gut“.

Studie zeigt: Biobinden können Hautirritationen vorbeugen

Schweißbildung im Intimbereich ist gerade beim häufigen Tragen von Binden oder  Slipeinlagen ein Riesenthema. Mit atmungsaktiven Binden oder Slipeinlagen aus biologischer Baumwolle ohne synthetische Duftstoffe kann nicht nur der Schweißbildung, sondern auch Jucken und Brennen im Intimbereich vorgebeugt werden.

Eine aktuelle Studie der Universität von Pavia/Italien hat diesen positiven Effekt von Bio-Baumwolle bestätigt: Dafür wurden 200 Frauen ausgewählt, welche immer wieder an Hautirritationen – vor allem während der Periode – litten. Für die Studie stieg die Hälfte der Frauen nach dem 1. Monat auf Binden von Organyc aus 100% biologischer Baumwolle um. Die anderen 100 Studienteilnehmerinnen benutzten für ihre Menstruation weiterhin Binden mit einem hohen Anteil an synthetischen Materialien. Das Ergebnis: Bei 99% der Frauen besserten sich Hautirritationen schon nach nur einer Periode, in der sie ausschließlich Binden aus biologischer Baumwolle benutzt hatten. Erfahren Sie hier mehr!

Biotampons aus Baumwolle? Probier’s aus!

Es lohnt sich daher Biotampons oder Biobinden mal auszuprobieren. Die Organyc-Produktrange etwa umfasst sämtliche Menstruationsprodukte wie Tampons, Binden und Slipeinlagen aus 100% Biobaumwolle und ist erhältlich bei dm drogeriemarkt sowie unter erdbeerwoche-shop.com.

*Studie veröffentlicht im amerikanischen Pubmed Journal: Hier nachlesen!

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