Wer lange kräftig zubeißen und strahlend lächeln will, weiß genau, dass eine regelmäßige und gründliche Mundhygiene unerlässlich ist. Wer lässt schon gern langwierige Zahnbehandlungen über sich ergehen, die nicht nur unangenehm sind, sondern oftmals auch teuer werden können? Was viele aber nicht wissen: eine umfassende Mundhygiene und Zahnpflege ist eine lohnenswerte Investition in die Gesundheit des gesamten Körpers.

Tückische Parodontitis

Für Patienten mit chronischer Parodontitis gibt es mittlerweile kleine Mikrochips, die in die Zahntasche eingebracht werden und kontinuierlich ihren Wirkstoff abgeben

Zahlreiche Studien belegen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen kranken Zähnen und  Folge-Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Stoffwechselproblemen und Gelenkbeschwerden besteht.

Das betrifft vor allem die Parodontitis, also eine permanente Entzündung des Zahnfleisches, die durch Zahnstein entsteht, der sich unter dem Zahnfleischrand langsam Richtung Wurzel schiebt. Diese permanente Entzündung schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Komplikationen in der Schwangerschaft, Rheuma und Diabetes.

Vorsorge zu Hause und beim Profi

Damit eine Parodontitis gar nicht erst entsteht, gilt es während des täglichen Zahnpflegeprogrammes sowohl die Zähne als auch die Zahnzwischenräume zu reinigen.

Zweimal täglich sollten die Zähne für zwei bis drei Minuten gründlich geputzt werden. Dabei sollte mit kreisenden Bewegungen vom Zahnfleisch zum Zahn hin gereinigt werden. Ob hierfür die Handzahnbürste oder die elektrische Variante eingesetzt wird, ist prinzipiell der eigenen Vorliebe überlassen: auf die Technik kommt es an!

Für die Reinigung der Zahnzwischenräume gibt es verschiedene Möglichkeiten, von Zahnseide über Interdentalbürsten bis hin zu handlichen Silikon-Bürstchen für unterwegs. Besonders bei der Anwendung von Zahnseide ist ebenfalls die Technik entscheidend: der Zahnarzt kann hier helfen und die richtige Anwendung zeigen.

Darüber hinaus bieten Zahnärzte die professionelle Zahnreinigung an, die allerdings aus eigener Tasche gezahlt werden muss. Doch die Kombination aus Vorsorge zu Hause und beim Zahnarzt kann schwerwiegende Zahnschäden verhindern, zum langen Erhalt der Zähne beitragen und damit auch die oftmals schwerwiegenden Folge-Erkrankungen verhindern.

Wenn das Zahnfleisch blutet

Kündigt sich bereits eine Parodontitis zum Beispiel durch regelmäßiges Zahnfleischbluten an, muss diese beim Zahnarzt behandelt werden. Hier werden zunächst die Zähne und Zahnfleischtaschen intensiv gereinigt, bei schweren Fällen werden Antibiotika eingesetzt. Für Patienten mit chronischer Parodontitis gibt es mittlerweile kleine Mikrochips, die in die Zahntasche eingebracht werden und kontinuierlich ihren Wirkstoff abgeben.

Ist die Parodontitis unter Kontrolle, sollte mehrfach im Jahr eine Spezialreinigung der Zähne und Zahnfleischtaschen beim Zahnarzt durchgeführt werden. Somit werden Entzündungsherde beseitigt, was langfristig den gesamten Körper schont und Herz sowie Kreislauf schützt.

Also: Regelmäßig zur Prophylaxe gehen und gesund bleiben!