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Hautsache

Akne im Fokus: Wie Hautprozesse, Hormone und Pflege zusammenspielen

Foto: Shutterstock, 2680161419

Ob Jugend oder Erwachsenenalter, Akne kann viele Lebensphasen begleiten. Die gute Nachricht ist, dass sie heute mit gezielten Wirkstoffen effektiv behandelt werden kann. Geduld und die richtige Routine sind dabei entscheidend.

Dr. med Ruo-Xi Yu

Dermatologin

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Foto: Michel Buchmann

Akne vulgaris ist weit mehr als ein „Teenager-Problem“

Sie gehört zu den häufigsten chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen und kann auch im Erwachsenenalter bestehen oder neu auftreten. Ursache ist ein Zusammenspiel aus erhöhter Talgproduktion, Verhornungsstörung, Veränderungen im Mikrobiom und Entzündung.

Gerade bei erwachsenen Frauen sorgt Social Media oft für Verunsicherung: Akne wird schnell als „Hormonproblem“ dargestellt. Das greift zu kurz. Akne ist hormonell beeinflusst – aber meist nicht im Sinne einer Hormonstörung. Viel häufiger reagieren die Talgdrüsen einfach empfindlicher auf ganz normale Sexualhormone.

Die gute Nachricht: Akne ist heute gut behandelbar. Basis sind topische Wirkstoffe: Retinoide normalisieren die Verhornung, Benzoylperoxid wirkt antibakteriell und entzündungshemmend, Azelainsäure wirkt antibakteriell, entzündungsmodulierend und gegen Pickelmale. Bei stärkeren Formen kommen Tabletten zum Einsatz.

Drei alltagstaugliche Insider-Tipps:

  1. Starke Wirkstoffe einschleichen: Wenn ein Wirkstoff zu sehr reizt, mit geringerer Dosis oder reduzierter Frequenz neu starten.
  2. Geduld: Sichtbare Effekte brauchen Wochen bis Monate.
  3. Nicht ausdrücken: Greift lieber zu Pickel-Patches, um Entzündungen und Narben zu vermeiden.

Und: Dranbleiben lohnt sich!

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