Wir reden viel über Skincare, aber erschreckend wenig über echte Hautgesundheit. Das sind aber zwei verschiedene Dinge. Produkte, Routinen und Inhaltsstoffe interessieren viele, aber Früherkennung, Krankheitsbilder und medizinische Abklärung eher weniger. Auf Social Media erhalten fundierte Informationen oft wenig Reichweite, während pseudowissenschaftliche Inhalte deutlich häufiger viral gehen.

Ich kläre seit 6 Jahren auf Instagram rund um Hautpflege und Kosmetik-Mythen auf. Eine Frage höre ich dabei immer wieder aus meiner Community: „Meine Haut hat sich verändert, muss ich damit zu einer Ärztin?“ Diese Unsicherheit wäre vermeidbar, wenn die richtigen Informationen zugänglicher wären.
Was mir besonders wichtig ist, ist UV-Schutz. Nicht nur als Beauty-Schritt gegen vorzeitige Hautalterung, sondern als echte Prävention. Hautkrebs ist die häufigste Krebsart in Deutschland und eine der wenigen, bei der wir aktiv gegensteuern können. Täglicher Sonnenschutz reduziert das Risiko messbar, trotzdem denken viele erst im Strandurlaub daran. Die Hautkrebs-Früherkennung wird ab 35 alle zwei Jahre von der Krankenkasse übernommen, bei vielen auch schon ab 20. Eine einfache Maßnahme, die entscheidend sein kann und die viele noch nicht kennen oder nutzen.
Auch Erkrankungen wie Psoriasis, Neurodermitis, Rosacea oder Akne inversa werden oft spät erkannt, obwohl sie gut behandelbar sind. Hautprobleme sind dabei nicht nur medizinisch relevant, sondern können auch die Lebensqualität stark beeinflussen.




