Home » Ernährung » Gesund-essen » Hypertonie: Salz meiden
Ernährung

Hypertonie: Salz meiden

Der Körper benötigt weniger Salz, als er täglich von uns bekommt. Foto: Olya Detry via Shutterstock

Menschen mit Bluthochdruck sollen Salziges meiden. Der Grund: Die Würze lässt den Blutdruck zusätzlich ansteigen. 

Mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung leidet an zu hohem Blutdruck, der ein starker Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt ist. Eine wesentliche Ursache der Hypertonie, die erhöhte Salzzufuhr, hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. In den Industrieländern nimmt jeder Erwachsene zwischen zehn und 15 Gramm Kochsalz pro Tag zu sich. 80 Prozent davon stammen aus industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln. Ernährungsexperten empfehlen, maximal sechs Gramm pro Tag zu konsumieren.

Salzverbrauch in Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland liegt der durchschnittliche Salzverbrauch mit 13 Gramm pro Tag ungefähr doppelt so hoch, wie ihn kochsalzsensitive Menschen mit hohem Blutdruck vertragen. Wirklich notwendig ist eine Zufuhr von nur einem Gramm täglich. Salzige Speisen können sich auf den Blutdruck auswirken. Denn um das Gewürz möglichst schnell über die Nieren aus dem Blut zu spülen, erhöht der Körper den Blutdruck. Daher wird Menschen, die unter Bluthochdruck leiden, geraten zu hohen Salzkonsum zu meiden, denn dieser kann gefährlich werden.

Befehl zur Kontraktion

Obwohl der Effekt seit Langem bekannt ist, war bisher offen, welche biologischen Mechanismen hinter dem Druckanstieg stehen. Jetzt ist bewiesen: Salz fördert die Bildung bestimmter Botenstoffe in der Muskulatur der Blutgefäße. Sie bewirken, dass sich die Muskelzellen zusammenziehen. Damit verringert sich der Durchmesser der Gefäße, und der Blutdruck steigt.

Bei jedem Zweiten sinkt der Blutdruck bei salzarmer Kost

Betroffene, bei denen der hohe Blutdruck auf eine Nierenfunktionsstörung zurückzuführen ist, müssen auf ihren Kochsalzverbrauch achten. Bei diesen Menschen führt eine geringere Menge Kochsalz auch tatsächlich zu einem niedrigeren Blutdruck. Andere sollten testen, ob eine verminderte Kochsalzzufuhr ihren Blutdruck senkt. Jeder zweite Betroffene reagiert auf eine salzarme Ernährung. Durch eine Verminderung der Kochsalzzufuhr auf etwa fünf bis sechs Gramm pro Tag sinkt der Blutdruck etwa um fünf bis acht Millimeter Quecksilbersäule. Gesund ist das für alle Menschen, denn insgesamt wird viel zu viel Salz verzehrt. Das stört den Wasser- und Natriumhaushalt und wirkt sich auch auf die Magenschleimhaut negativ aus.

Alternativen nutzen

Salzarm zu essen, bedeutet für viele Menschen eine große Umstellung. Dennoch gilt nach wie vor, dass viele Gerichte auch ohne Salz ganz hervorragend schmecken. Viele pflanzliche Gewürze können das Salz überflüssig machen und oft noch stärker aromatisierend wirken. Eine Vielzahl von Möglichkeiten bieten schon Ingwer, Dill und Senf. 

Nächster Artikel
Home » Ernährung » Gesund-essen » Hypertonie: Salz meiden
Ernährung

Schwanger mit Typ-1-Diabetes

Für mich als Frau mit Typ-1-Diabetes war das Thema Schwangerschaft immer ein großes Angstthema. Aus diesem Grunde wollte ich unbedingt gut vorbereitet in eine geplante Schwangerschaft starten. Aber am Ende hat das Leben manchmal ganz andere Pläne und so war ich doch erschrocken, als ich plötzlich einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hielt.

Nach dem ich mich selbst gesammelt hatte, rief ich bei meiner Frauenärztin und bei meiner Diabetologin an. Noch am selben Tag konnte ich bei beiden vorbeischauen. Während meine Frauenärztin vorerst nur die Schwangerschaft bestätigte, legte mir meine Diabetologin direkt einen Fahrplan für die nächsten Wochen und Monate vor. Dieser enthielt zum Beispiel meine neuen Blutzuckerzielwerte, die während einer Schwangerschaft deutlich niedriger sind. Mir machten diese Werte ein bisschen Angst, genauso wie der HbA1C-Wert, den ich erreichen sollte. In den letzten 20 Jahren mit meinem Diabetes hatte ich solche Werte nicht erreicht, egal wie sehr ich mich angestrengt hatte. Zum Glück stand nun alle vier Wochen ein Termin in der Diabetespraxis an. Hier wurden meine Werte gut im Blick behalten und ich hatte immer eine Anlaufstelle bei Fragen und Problemen. Außerdem war der Gedanke für ein anderes Lebewesen Verantwortung zu tragen so motivierend, dass es nur wenige Wochen dauerte, bis ich die Zielwerte für eine Schwangerschaft mit Diabetes erreichte. Kaum zu glauben, aber es klappte. Natürlich waren besonders die Anfangszeit und die Umstellung nicht einfach. Mein Körper musste sich zunächst an die neuen Zielbereiche gewöhnen und durch die Hormone in der Schwangerschaft änderte sich mein Insulinbedarf öfter als gewöhnlich. Zunächst hatte ich meine liebe Mühe damit, meine Werte herunterzubekommen. Schlagartig änderte sich dies und ich hatte eine Unterzuckerung nach der nächsten. Das war sowohl körperlich als auch emotional sehr anstrengend. Aber schon im zweiten Trimester hatten mein Diabetes und ich uns gut eingespielt, sodass es besser lief als jemals zuvor. Darüber war ich nach den ersten Wochen auch wirklich froh und mir wurde bewusst, wieso man eine Schwangerschaft mit Diabetes lieber vorplanen sollten. Neben den normalen Schwangerschaftssymptomen wie Übelkeit, Müdigkeit und Hormonschwankungen auch noch den Diabetes komplett umkrempeln zu müssen, kann ganz schon an den Nerven und Kräften zehren. Aber nichts ist unmöglich und ich selbst war am Ende stärker und motivierter als ich es mir hätte träumen lassen.

Natürlich bringt eine Schwangerschaft mit Typ-1-Diabetes das ein oder andere Risiko mit sich, deswegen ist es auch so wichtig seinen Diabetes gut im Griff zu haben und regelmäßig zur Kontrolle beim Arzt zu erscheinen. Was mich allerdings erleichterte, war, dass ich ansonsten eine ziemlich normale Schwangerschaft hatte. Sowohl bei der Ernährung als auch bei der Bewegung und anderen Themen spielte mein Diabetes keine Rolle. Im Endeffekt hatte ich sogar den ein oder anderen Vorteil. So stand mir zum Beispiel ein Termin bei der Feindiagnostik zu und auch meine Frauenärztin machte mehr Ultraschalle als gewöhnlich. Die ganze Schwangerschaft über fühlte ich mich gut aufgehoben und hervorragend betreut. Das linderte meine Ängste und Sorgen. Ich erkannte, dass meine Angst zwar gute Gründe hatte, man aber besonders mit der heutigen technischen und therapeutischen Unterstützung eine Schwangerschaft mit Typ-1-Diabetes gut meistern kann.

Sie möchten mehr über Lisa erfahren?

Besuchen Sie ihren Blog unter www.lisabetes.de

Nächster Artikel