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Zusammen ist man weniger allein

Die Diagnose Zöliakie kann sehr belastend sein. Was raten Sie Betroffenen?

P: Als ich die Diagnose bekam, habe ich alles gelesen, was ich in die Finger bekommen habe. Das hat mir sehr geholfen, mich mit meiner neuen Lebenssituation abzufinden.

J: Lesen, lesen, lesen – ich kann mich nur anschließen. Fakten helfen – auch Nichtbetroffenen im Zusammenleben mit einem Betroffenen. Zudem sollten Betroffene seriöse Anlaufstellen kontaktieren wie die Deutsche Zöliakie Gesellschaft oder den Zöliakie Austausch. Zusammen ist man einfach weniger allein.

P: Auch eine positive Liste ist sehr hilfreich – sich nicht darauf konzentrieren, was verboten ist, sondern welche Lebensmittel von Natur aus glutenfrei und somit erlaubt sind. Eine Zöliakie ist nicht das Ende, sondern ein neuer Anfang.

J: Betroffene sollten lernen die Erkrankung zu akzeptieren, dann tun es auch die anderen.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen für Betroffene?

P: Die Spontanität geht verloren. Man kann nicht einfach mal etwas Neues ausprobieren. Vorbereitung und Planung sind das A und O – im Alltag, auf Reisen, überall. Man muss eine strikte Diät einhalten, damit es dem Körper besser geht. Das ist nicht immer leicht und stößt auch bei der Außenwelt nicht immer auf Verständnis.

J: Hier ist der Schritt nach vorn der richtige – raus aus der Opferrolle. Genauso hat es auch Patrizia getan und für mich war es leichter damit umzugehen.

P: Werden Sie aktiv und klären Sie Nichtbetroffene auf.

Warum ist es so wichtig sich mit anderen zu dem Thema auszutauschen?

J: Online sowie offline ist ein Austausch sehr wichtig. Denn wenn man nicht allein damit ist, ist es nur halb so schwer.  Von Alltagstipps „wo gibt es was“, über „wie machst du dies und jenes“ bis hin zu Restaurant- und Reisetipps, bringt einen der regelmäßige aktive Austausch wieder Normalität und einen leichten Umgang mit dem Thema.

P: Die Offlinetreffen bringen einen immens weiter. Lockerer Umgang beim gemeinsamen Essen im Restaurant. Die Normalität beim Essen keine Extrawurst zu sein. Die Leichtigkeit leben und beim Austausch Freunde und Gleichgesinnte zu finden.

Wann und Warum kamen Sie auf die Idee eine Facebookgruppe zu gründen, die sich mit dem Thema auseinandersetzt?

P: Das war am 3. Mai 2011. Uns fehlte im sozialen Netzwerk ein Ort, wo man sich positiv mit der Zöliakie auseinandersetzte.

J: Nicht die Krankheit soll im Vordergrund stehen, sondern der positive Umgang damit.

P: Als Betroffene geben wir uns Tipps, um das glutenfreie Leben zu erleichtern und sicher zu machen.

Welche Unterstützung finden Mitglieder in der Gruppe?

  • Starterpaket (Basiswissen + Merkzettel)
  • Weiterführende Infos (FAQs + Handbuch)
  • Klärung alltäglicher Situationen (Schule, Arbeit, Einkaufen etc.)
  • Verweis auf wichtige Dokumente der DZG (Diagnoseflyer)
  • Neu entdeckte Produkte
  • Information zu aktuellen Angeboten
  • Tipps für den Alltag von Betroffenen für Betroffene

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

J:  Funktionierende Allergenkennzeichnung in Restaurants und bei offenen Lebensmitteln.

P: Seriöse und flächendeckende Schulung von Restaurants bezüglich korrekter Allergenkennzeichnung und Kontamination bei der Zubereitung durch offizielle Stellen wie zum Beispiel die DZG.

J: Regelmäßige Schulung der Fachspezifischen Ärzte zum Thema Zöliakie und deren korrekte Diagnose (noch viel zu häufig meinen Ärzte, einen Patienten an der Optik anzusehen, ob er Zöliakie hat – nehmen zu wenig Proben bei den Dünndarmbiopsien – oder gehen gar nur bis in den Magen, statt die Biopsie im Dünndarm zu entnehmen).  Auch die Kenntnis, dass eine Diagnose nur machbar ist, solange der Patient noch reichlich Gluten zu sich nimmt muss Standard werden.

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Bye Bye Müdigkeit – Hallo hellwach!

Aminosäuren, Vitamine und Co. für mehr Energie

Jeder kennt dieses kraftlose und schwere, fast dumpfe Gefühl der Müdigkeit. Oft glauben wir zu wissen, woran es liegt: An zu wenig Schlaf. Doch anhaltende Mattigkeit im Alltag kann diverse Ursachen haben. In der Regel ist es ein kleiner Hilfeschrei unseres Körpers. Ihm fehlt etwas und das kann nicht nur der Schlaf sein, sondern auch Flüssigkeit, Sauerstoff, Bewegung oder wichtige Nährstoffe, die aufgefüllt werden müssen.

Besonders die bekannte Frühjahrsmüdigkeit macht uns in der jetzigen Jahreszeit zu schaffen. Eigentlich sollten wir uns freuen, denn der Frühling steht mit seinen ersten warmen Sonnenstrahlen vor der Tür, die Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf und die schöne Zeit des Jahres beginnt. Doch wir wissen nichts mit uns anzufangen und wachen gefühlt auch gar nicht erst richtig auf.

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Aber nicht nur die Frühjahrsmüdigkeit oder die Zeitumstellung können unseren Körper aus dem Konzept bringen. Auch Stress, Überarbeitung oder Überforderung gehen einher mit Schlafmangel und Müdigkeit. Um sein körperliches Wohlbefinden wieder zurück zu erlangen, kann die äußere Zufuhr von Nährstoffen wie Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen unterstützend helfen.

Aminosäuren – Die Bausteine für Körper und Geist

Für das Funktionieren der Gehirnbotenstoffe sind Aminosäuren von zentraler Bedeutung, da sie als Vorstufe zu dessen Bildung dienen. Eine wichtige Rolle spielt zum einen die Aminosäure L-Tyrosin, die als Baustein des Botenstoffs Dopamin stimmungsaufhellend wirkt und die kognitive Leistungsfähigkeit verbessert. Dadurch wird Müdigkeit und Antriebslosigkeit vermindert. Zum anderen hilft L-Glutamin, ein Vorläufer des angstlösenden Nervenbotenstoffs GABA, ebenso die Stimmung zu verbessern sowie Unruhe und Ängste zu dämpfen.

Pflanzen- und Mineralstoffe mit Wachmach-Effekt

Auch bestimmte Pflanzenstoffe dienen als Energielieferant und Stimmungsheber. Die sibirische Rosenwurz (Rhodiola rosea) ist eine populäre Heilpflanze, die zur Steigerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit eingesetzt wird. Außergewöhnlich viele Aminosäuren enthält der Igel-Stachelpilz (Hericium erinaceus). Er gilt unter anderem als natürliches Antidepressivum und fördert die Konzentration.

In der Regel greifen wir bei Mattigkeit auf den klassischen „Wachmacher“– Koffein zurück. Aber auch hier gibt es Optionen. Die Samen der Guarana Pflanze, einem Rankengewächs aus dem Amazonasgebiet, enthalten viel natürliches Koffein. Da das Koffein nach und nach freigesetzt wird, kann man dadurch eine erhöhte Konzentration über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten.

Für Personen, die Koffein nicht so gut vertragen oder vermeiden möchten, kann Mangoblatt Extrakt eine Alternative sein. In der traditionellen chinesischen Medizin wird das Mangoblatt als Mittel zur Belebung und zur Förderung der Gesundheit verwendet. Die Literatur besagt, dass der Effekt mit denen von Koffein vergleichbar ist, nur ohne negative Begleiterscheinungen wie Unruhe, Herzklopfen und Schweißausbrüche, die nach übermäßigem Koffeinkonsum auftreten können.

Magnesium, eines der wichtigsten Mineralstoffe im Körper, trägt unter anderem zu einem gesunden Energiestoffwechsel und damit zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

B-Vitamine – Multitalent für Nerven, Psyche und Energie

Besonders B-Vitamine sind wahre Alleskönner für die Erhaltung des Nervensystems, der Psyche und dienen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung. Gemeinsam mit den Aminosäuren sind sie beteiligt am erfolgreichen Umwandlungsprozess in Botenstoffe (Neurotransmitter) wie z.B. in Serotonin und Dopamin.

Nahrungsergänzungsmittel – Der Müdigkeit den Kampf ansagen

In Stresssituationen tun wir uns schwer, die benötigten Mengen der so wichtigen Nährstoffe ausreichend aufzunehmen. Um den Körper zu unterstützen, bieten sich Nahrungsergänzungen optimal an. Sagen Sie der Müdigkeit den Kampf an und geben Sie Ihrem Körper fehlende Nährstoffe zurück – Für mehr Wachheit, Energie, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden!

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