Home » Frauensache » Im Einklang mit deinem Körper
Anzeige
Frauensache

Im Einklang mit deinem Körper

Foto: Tobias Reger

Frauen haben einen anderen Hormonzyklus und dadurch auch einen völlig anders funktionierenden Körper als Männer. Welche Aufgabe haben weibliche Geschlechtshormone?

„Weibliche Geschlechtshormone“ klingt hier etwas irreführend, denn Frauen und Männer haben alle Testosteron, Östrogen oder auch Progesteron in ihren Körpern – nur in unterschiedlichen Konzentrationen. Bei Frauen dominieren vor allem die beiden Hormone Östrogen und Progesteron. Ihre Hauptaufgabe ist es, den Uterus auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten. Allerdings haben sie noch viele andere wichtige Funktionen. So macht uns Östrogen beispielsweise reine Haut sowie volle Haare, es formt unsere Kurven an Brust und Hüfte. Progesteron wirkt unter anderem beruhigend auf unseren Körper, es lässt uns entspannen und besser schlafen.

Jessica Roch

Zykluscoach, Bloggerin und

TikToker @bodysynchron

Was beeinflusst unsere Hormone?

Unsere Hormone beeinflussen alles, was wir tun – und werden umgekehrt auch von allem beeinflusst: Unsere Ernährung, unsere Bewegung, unser Stress, unser soziales Leben und auch unser Schlaf wirken sich auf die Hormone aus.

Es ist unsinnig, unserem Körper das Motto „One size fits all“ überzustülpen.

Was passiert, wenn der Hormonhaushalt einer Frau aus dem Gleichgewicht gerät?

Oft entstehen dadurch hormonelle Probleme, die sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise ausdrücken. Das kann in Form von PMS auftreten, also dass wir beispielsweise Stimmungsschwankungen oder Heißhungerattacken kurz vor unserer Periode haben. Es kann sich aber auch beispielsweise in Form von Regelbeschwerden, Gewichtszunahme, ausbleibender Periode oder unreiner Haut äußern. Hinter sehr vielen Problemen, die wir modernen Menschen haben, steckt oft hormonelles Ungleichgewicht – ohne, dass wir es ahnen.

Worauf sollten Frauen besonders gut achten? Was können sie tun, um ihre Hormonbalance zu wahren?

Der wichtigste Punkt, an dem Frauen für ihr hormonelles Gleichgewicht ansetzen können, ist die Ernährung – denn die liefert die Bausteine für die Produktion neuer Hormone. Wenn wir Zyklusfood essen, das heißt Lebensmittel, die zu unseren Bedürfnissen in den unterschiedlichen vier Zyklusphasen passen, können wir kleine hormonelle Schwankungen ganz leicht ausgleichen. Aber Stress ist ein großer Faktor. Oft führt ein stressiger Alltag erst zu hormonellen Ungleichgewichten. Deswegen ist es so wichtig, dass wir bei viel Stress darauf achten, bewusste Entspannungsphasen in unseren Alltag einzubauen. 

Nächster Artikel
Home » Frauensache » Im Einklang mit deinem Körper
Anzeige
Frauensache

Gemeinsam stark werden

Wie macht man Frauen Mut, die durch den Brustkrebs eine oder beide Brüste verloren haben? 

Durch mutige Vorbilder.
Melanie ist 44 Jahre alt und eine von fünf Frauen, die im Fotoshooting mit dem international renommierten Fotografen und „cultural provocateur“ Rankin selbstbewusst bewiesen haben: Deine Brust magst du verlieren – aber deine Weiblichkeit kann dir keiner nehmen. Für die meisten Frauen, aber insbesondere nach einer Brustkrebs-Erkrankung, sind die Brüste wichtiges Attribut im femininen Selbstverständnis. Sie werden assoziiert mit Schönheit und Sinnlichkeit. Doch ist es die weibliche Brust, die Frausein ausmacht? Die Botschaft der gemeinnützigen Organisation Pink Ribbon Deutschland lautet: Du bist komplett und schön, so wie du bist. Lebe deine Weiblichkeit. Denn die kann dir keiner nehmen. Kreiert und umgesetzt hat diese Charity- Kampagne die Agentur BBDO Düsseldorf.

Melanie: „ Meine Geschichte fing sehr früh an mit dem Krebs meiner Mutter. Da war ich 7 und sie 26. Sie ist zum zweiten Mal krank geworden als sie 50 war. Da hat man mir geraten, mich testen zu lassen. Das Ergebnis war: 87% Risiko für Brustkrebs. Ich entschied mich damals zunächst für eine sehr regelmäßige Kontrolle. Erst mit 39 habe ich die Entscheidung getroffen, mich präventiv operieren zu lassen. Das bedeutete also, meine beiden Brüste vorsorglich abnehmen zu lassen, ohne dass ich bis dato tatsächlich erkrankt war. Die anschließende Gewebeuntersuchung hat dann ergeben, dass es ziemlich knapp war für mich, denn es gab bereits Zellveränderungen. Ich feiere seitdem am Tag der Operation jedes Jahr meinen zweiten Geburtstag. Bei meiner Mastektomie ist gleichzeitig ein Wiederaufbau der Brust gemacht worden, sodass ich heute im Prinzip genauso aussehe wie vor der Operation. Mir ist es wichtig, mit dem Thema Brustkrebs sehr offen umzugehen. Nur durch Früherkennung und in meinem Fall durch den Gentest haben wir die Chance, etwas zu tun! Mir hat es mein Leben gerettet.“

Schon gewusst?

Brustkrebs ist in den westlichen Staaten die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Statistisch erkrankt jede achte Frau in Deutschland im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Allein in Deutschland sind das jährlich rund 70.000 Neuerkrankungen.

Besuchen Sie www.pinkribbon-deutschland.de und informieren Sie sich weiter.

Nächster Artikel