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Arthrose fachgerecht behandeln lassen

Haben Sie Gelenkschmerzen? Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Foto: Monkey Business Images via Shutterstock

Wer unter Arthrose leidet, sollte sich frühzeitig in die Hände eines Facharztes begeben. Aussitzen schadet – in jeder Hinsicht. Arthrose gilt allgemein als Alterskrankheit, und tatsächlich steigt die Zahl der Betroffenen mit den Lebensjahren deutlich an.

Allerdings leiden keinesfalls nur Senioren jenseits des Rentenalters an Gelenkverschleiß. Schon zwischen 45 und 64 Jahren haben laut der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell 2012“ (GEDA 2012) knapp ein Drittel der Frauen und ein Viertel der Männer die Diagnose Arthrose erhalten. Menschen also, die in der Regel noch voll im Berufsleben stehen.

Dabei kann durchaus der Beruf selbst der Auslöser sein. So ist etwa die Kniearthrose in vielen Berufen mit stark kniebelastenden Tätigkeiten – vom Dachdecker über den Fliesenleger bis zum Rangierer – als Berufskrankheit anerkannt. Aber auch die heute überwiegenden sitzenden Tätigkeiten im Büro können den Gelenken schaden. Denn der Bewegungsmangel stört die Versorgung der Gelenkknorpel und kann eine Arthrose begünstigen.

Wichtig: Zeitig einen Facharzt aufsuchen

Doch egal ob Knochenarbeiter oder Schreibtischtäter: Wer Anzeichen einer Arthrose wie „Anlaufschmerzen“ und Steifigkeit im Gelenk verspürt, sollte die Sache nicht lange aussitzen, sondern möglichst bald einen Facharzt aufsuchen. Denn die Schäden am Gelenkknorpel sind nicht reparabel, sondern verschlimmern sich mit der Zeit immer mehr.

Eine einheitliche Therapie gegen die Krankheit gibt es nicht.

Bei frühzeitiger Behandlung kann dieser Prozess aber gebremst werden, sodass Beweglichkeit und Lebensqualität lange erhalten bleiben. „Die besten Voraussetzungen haben Patienten, die sich über das Krankheitsbild der Arthrose informieren, motiviert sind und bereit sind, für ihre Gesundheit vor allem Zeit und manchmal eben auch etwas Geld zu investieren“, weiß Dr. Cornelius Förster, Facharzt für Orthopädie und Chirurgie im Arthrozentrum Berlin.

Eine einheitliche Therapie gegen die Krankheit gibt es nicht, je nach individueller Situation des Patienten greifen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten wie Physiotherapie, Sport, Schmerzmedikation, Gewichtsreduktion oder Injektionen mit Hyaluronsäure. „Bei der Hyaluronsäuretherapie wird künstliche Gelenkschmiere direkt in das betroffene Gelenk eingespritzt“, erklärt Förster. Die positiven Wirkungen bestünden hierbei in der schmierenden, stoßdämpfenden und ernährenden Eigenschaft der Hyaluronsäure.

Hyaluronsäureinjektionen: Das Präparat entscheidet mit über den Erfolg

Hierbei kommt es dem Experten zufolge aber auch entscheidend auf die Wahl des Präparats an: „Die körpereigene Hyaluronsäure in einem gesunden Knie hat ein Molekulargewicht von 5,8 bis 7,6 Millionen Dalton. Auf dem Markt werden Hyaluronsäuren angeboten, die ein Molekulargewicht von lediglich 0,5 bis 0,7 Millionen Dalton haben – bis hin zu einem hochmolekularen Präparat, dem Hylan G-F 20, das ein Gewicht von circa 6 Millionen Dalton hat, was der Eigenschaft gesunder Gelenkflüssigkeit relativ nahe kommt.“

Diese hochmolekularen Hyaluronsäuren haben sich in einer aktuellen Studie als besonders effektiv erwiesen. Sie ergab, dass Injektionen mit Hylan G-F 20 den Einsatz einer Totalendoprothese im Knie bei drei von vier Probanden um mehr als sieben Jahre hinauszögern konnten.

Hinzu kommt, dass mit hochmolekularer Hyaluronsäure oft weniger Behandlungen benötigt werden. „Bei einem Patienten mit Arthrose im Kniegelenk wird beispielsweise Hylan G-F 20 nur als einmalige Injektion verabreicht, andere Präparate müssen drei- oder gar fünfmal ins Gelenk gespritzt werden“, so Förster. Damit verringert sich nicht nur das Infektionsrisiko, sondern auch der Zeitaufwand der Behandlung. Gerade für Berufstätige, die oft in ihren vollen Terminkalender kaum einen Arztbesuch hineinquetschen können, kann das ein wichtiges Argument sein.

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Der Kampf gegen Krebs- Prävention und Therapie

Krebs ist die Krankheit, vor der sich die deutsche Bevölkerung mit am meisten fürchtet.

Rund eine halbe Million Menschen erkranken hierzulande jährlich neu an einem Tumor, Tendenz steigend. Hoffnung besteht aufgrund von Fortschritten in der Forschung und Medizin, die die Heilungschancen von Krebspatienten weiter erhöhen. Experten gehen zudem davon aus, dass durch einen gesunden Lebensstil etwa die Hälfte aller Krebsfälle vermieden werden kann.

Als den „König aller Krankheiten“ betitele der indische Krebsforscher Siddhartha Mukherjee Krebs in seinem berühmt gewordenen gleichnamigem Buch. In der Tat nimmt Krebs eine Schlüsselstellung unter den Krankheiten ein: Jährlich werden in Deutschland rund 500.000 neue Krebsfälle diagnostiziert. Krebs ist hierzulande die zweithäufigste Todesursache und zudem die Krankheit, die bei den Deutschen neben Demenz die größten Ängste auslöst.

Die Ursachen, warum ein Mensch an Krebs erkrankt, sind komplex. Für viele Tumore sind zufällige genetische Fehler bei der Zellteilung verantwortlich, die mit steigendem Alter zunehmen. Aufgrund des demographischen Wandels wächst in Deutschland der Anteil älterer Menschen stetig. Das Robert Koch-Institut rechnet daher im Zeitraum zwischen 2010 und 2030 mit einem Anstieg der Krebsneuerkrankungen um 20 Prozent.

Dennoch kann jeder sein persönliches Krebsrisiko durch einige einfache Maßnahmen bis zu einem gewissen Grad positiv beeinflussen. Dies gilt insbesondere für häufige Krebsarten wie Brust-, Darm-, Lungen- und Hautkrebs. Ausreichend Bewegung und ein normales Körpergewicht reduzieren das Krebsrisiko nachweislich. Gleiches gilt für Nichtrauchen sowie einen vernünftigen Umgang mit Alkohol und UV-Strahlung.

Unterstützt wird die Deutsche Krebshilfe aktuell bei ihrer Aufklärung zur Hautkrebsprävention durch die TV-Moderatorin und Journalistin Susanne Klehn. Diese erkrankte mit 28 Jahren an einem malignen Melanom, dem sogenannten schwarzen Hautkrebs. Seit April setzt sie sich an der Seite der Deutschen Krebshilfe für ein umsichtiges Verhalten in der Sonne ein.

Wir wissen, dass der Bedarf nach Information und Aufklärung zum Thema Krebs in der Bevölkerung nach wie vor immens hoch ist. Daher sind Kampagnen sinnvoll, die über den Nutzen eines gesunden Lebensstils und die Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung aufklären.

Steigende Krebsneuerkrankungszahlen in einer alternden Gesellschaft dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den letzten Jahrzehnten auch erhebliche Erfolge in der Diagnose und Therapie erreicht wurden. Fortschritte in der Krebsforschung und -medizin sind die Grundlage dafür, dass Krebspatienten immer besser versorgt werden können. Die Heilungsraten steigen und Krebs verläuft heute in sehr vielen Fällen als chronische Erkrankung mit guter Lebensqualität für die Betroffenen.

Heute können vier von fünf krebskranken Kindern und die Hälfte aller erwachsenen Krebspatienten geheilt werden und wieder ein unbeschwertes Leben führen. Dennoch bleiben die Herausforderungen immens. So gilt es beispielsweise die Qualität in der Versorgung und die Strukturen weiter zu verbessern und jedem Patienten eine optimale und personalisierte Therapie zu ermöglichen.

Wir wollen, dass alle krebskranken Menschen gute Heilungschancen haben. Auf dieses Ziel ist unsere Arbeit stetig ausgerichtet. Ohne die Zuwendungen der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, die seit über 40 Jahren die Deutsche Krebshilfe unterstützen, wären viele der bisherigen Erfolge in der Krebsmedizin und Forschung nicht möglich gewesen. Nur unsere Spender haben uns in die Lage versetzt, über 3.000 Projekte zur Verbesserung der Versorgung krebskranker Menschen zu fördern.

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