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Gesunde Ernährung: Magen-Darm-Erkrankungen vorbeugen und therapieren

Foto: SMarina via Shutterstock

Erkrankungen der Verdauungsorgane gehören zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland: Fast jeder Fünfte klagt regelmäßig über Beschwerden. Der Leidensdruck ist für viele Betroffene enorm.

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Prof. Dr. med. Johann Ockenga

Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM)

So müssen einige Patienten strenge Diäten halten, andere müssen mit einem Stoma, einem künstlichen Darmausgang, leben. Es gibt eine Vielzahl von Ernährungsempfehlungen und Diätvorschlägen. Für die Betroffenen ist es schwierig, zwischen sinnvollen und weniger sinnvollen beziehungsweise schädlichen Empfehlungen zu unterscheiden.

Einen der wichtigsten Risikofaktoren für Magen-Darm-Erkrankungen haben Patienten selbst im Griff: ihre Ernährungsgewohnheiten. Ernährung ist essenziell für die Gesundheit und daher Teil des Behandlungskonzepts bei vielen Erkrankungen, insbesondere auch bei Magen-Darm-Beschwerden. Eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil haben einen positiven Einfluss auf die Gesundheit des Verdauungstrakts und können vielen Beschwerden entgegenwirken.

Zu den häufigen Verdauungsbeschwerden zählt die Refluxkrankheit, die durch Symptome wie Sodbrennen und saures Aufstoßen geprägt ist. Sie betrifft bis zu zehn Prozent der Bevölkerung. Häufig werden die Symptome jedoch nicht ernst genommen – und das, obwohl der häufige Rückfluss von saurem Mageninhalt die Speiseröhre ernsthaft schädigen kann. Die Lebensweise hat einen großen Einfluss auf die Entstehung der Refluxkrankheit: Auslöser sind häufig fettreiche Speisen (insbesondere am Abend) sowie der Konsum von Alkohol, Kaffee und das Rauchen.

Auch Nahrungsmittel- unverträglichkeiten betreffen Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Viele Menschen, dabei auch viele Kinder in Deutschland, haben Magen-Darm-Beschwerden im Sinne des sogenannten Reizdarmsyndroms. Die Betroffenen leiden unter chronischen Bauchbeschwerden und Stuhlunregelmäßigkeiten und sind so in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt. Neben einer symptomatischen Behandlung der Beschwerden mit Medikamenten wird in der Regel auch die Ernährung umgestellt: Eine kohlenhydratreduzierte Ernährung kann die Beschwerden des Reizdarms oftmals lindern.

Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten betreffen Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Ein bis zwei Prozent der Bevölkerung leiden an diesen Erkrankungen, die mit schmerzhaften Symptomen wie Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen, zum Teil auch Gewichtsverlust, auftreten. Den Symptomen kann mit einer Ernährungsumstellung entgegengewirkt werden.

Bei der Gastroenteritis handelt es sich hierbei zumeist um eine infektiöse Erkrankung, die einen leichten Verlauf nimmt. Aufgrund von akuten Symptomen wie Erbrechen und Durchfall zielt die Behandlung hauptsächlich auf den Ersatz des Flüssigkeits- und Elektrolytverlusts ab.

 Eine gesunde und angepasste Ernährung hat einen großen Stellenwert in der Prophylaxe und ist wichtiger Bestandteil der Behandlung.

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Bye Bye Müdigkeit – Hallo hellwach!

Aminosäuren, Vitamine und Co. für mehr Energie

Jeder kennt dieses kraftlose und schwere, fast dumpfe Gefühl der Müdigkeit. Oft glauben wir zu wissen, woran es liegt: An zu wenig Schlaf. Doch anhaltende Mattigkeit im Alltag kann diverse Ursachen haben. In der Regel ist es ein kleiner Hilfeschrei unseres Körpers. Ihm fehlt etwas und das kann nicht nur der Schlaf sein, sondern auch Flüssigkeit, Sauerstoff, Bewegung oder wichtige Nährstoffe, die aufgefüllt werden müssen.

Besonders die bekannte Frühjahrsmüdigkeit macht uns in der jetzigen Jahreszeit zu schaffen. Eigentlich sollten wir uns freuen, denn der Frühling steht mit seinen ersten warmen Sonnenstrahlen vor der Tür, die Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf und die schöne Zeit des Jahres beginnt. Doch wir wissen nichts mit uns anzufangen und wachen gefühlt auch gar nicht erst richtig auf.

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Aber nicht nur die Frühjahrsmüdigkeit oder die Zeitumstellung können unseren Körper aus dem Konzept bringen. Auch Stress, Überarbeitung oder Überforderung gehen einher mit Schlafmangel und Müdigkeit. Um sein körperliches Wohlbefinden wieder zurück zu erlangen, kann die äußere Zufuhr von Nährstoffen wie Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen unterstützend helfen.

Aminosäuren – Die Bausteine für Körper und Geist

Für das Funktionieren der Gehirnbotenstoffe sind Aminosäuren von zentraler Bedeutung, da sie als Vorstufe zu dessen Bildung dienen. Eine wichtige Rolle spielt zum einen die Aminosäure L-Tyrosin, die als Baustein des Botenstoffs Dopamin stimmungsaufhellend wirkt und die kognitive Leistungsfähigkeit verbessert. Dadurch wird Müdigkeit und Antriebslosigkeit vermindert. Zum anderen hilft L-Glutamin, ein Vorläufer des angstlösenden Nervenbotenstoffs GABA, ebenso die Stimmung zu verbessern sowie Unruhe und Ängste zu dämpfen.

Pflanzen- und Mineralstoffe mit Wachmach-Effekt

Auch bestimmte Pflanzenstoffe dienen als Energielieferant und Stimmungsheber. Die sibirische Rosenwurz (Rhodiola rosea) ist eine populäre Heilpflanze, die zur Steigerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit eingesetzt wird. Außergewöhnlich viele Aminosäuren enthält der Igel-Stachelpilz (Hericium erinaceus). Er gilt unter anderem als natürliches Antidepressivum und fördert die Konzentration.

In der Regel greifen wir bei Mattigkeit auf den klassischen „Wachmacher“– Koffein zurück. Aber auch hier gibt es Optionen. Die Samen der Guarana Pflanze, einem Rankengewächs aus dem Amazonasgebiet, enthalten viel natürliches Koffein. Da das Koffein nach und nach freigesetzt wird, kann man dadurch eine erhöhte Konzentration über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten.

Für Personen, die Koffein nicht so gut vertragen oder vermeiden möchten, kann Mangoblatt Extrakt eine Alternative sein. In der traditionellen chinesischen Medizin wird das Mangoblatt als Mittel zur Belebung und zur Förderung der Gesundheit verwendet. Die Literatur besagt, dass der Effekt mit denen von Koffein vergleichbar ist, nur ohne negative Begleiterscheinungen wie Unruhe, Herzklopfen und Schweißausbrüche, die nach übermäßigem Koffeinkonsum auftreten können.

Magnesium, eines der wichtigsten Mineralstoffe im Körper, trägt unter anderem zu einem gesunden Energiestoffwechsel und damit zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

B-Vitamine – Multitalent für Nerven, Psyche und Energie

Besonders B-Vitamine sind wahre Alleskönner für die Erhaltung des Nervensystems, der Psyche und dienen zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung. Gemeinsam mit den Aminosäuren sind sie beteiligt am erfolgreichen Umwandlungsprozess in Botenstoffe (Neurotransmitter) wie z.B. in Serotonin und Dopamin.

Nahrungsergänzungsmittel – Der Müdigkeit den Kampf ansagen

In Stresssituationen tun wir uns schwer, die benötigten Mengen der so wichtigen Nährstoffe ausreichend aufzunehmen. Um den Körper zu unterstützen, bieten sich Nahrungsergänzungen optimal an. Sagen Sie der Müdigkeit den Kampf an und geben Sie Ihrem Körper fehlende Nährstoffe zurück – Für mehr Wachheit, Energie, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden!

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