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Gute Nachricht für Tinnitus-Patienten

Interaktive Übungen wie Signalrauschunterscheidung oder Geräuschememory können online am PC oder Tablet durchgeführt werden, ohne dass zusätzliche Programme heruntergeladen werden müssen.

Nach der Diagnose eines Tinnitus oder einer Geräuschempfindlichkeit ist guter Rat teuer. Die Behandlungsmöglichkeiten sind begrenzt, die Beschwerden im Wesentlichen Symptome eines aus psychischen oder physiologischen Ursachen entstandenen Verlustes der Balance in der Hörwahrnehmung. Da unser Gehirn unabhängig vom Alter lernfähig ist, kann das ausbalancierte „gesunde“ Hören erneut „erlernt“ werden.

Die Erkenntnisse der Audiotherapie belegen das eindeutig. Entscheidend für den Erfolg ist allerdings die Bereitschaft des Betroffenen aktiv zu werden und sein subjektives Hörvermögen kontinuierlich zu trainieren. Während des Prozesses lernt er, Geräusche zu filtern, Störgeräusche von Signalgeräuschen zu unterscheiden und in ein für ihn angenehmeres Verhältnis zu bringen.

In der Tinnitusfachabteilung der Klinik am Osterbach in Bad Oeynhausen wird das online Hörtraining bereits mit Gewinn für die Patienten eingesetzt. Die Empfehlung von Chefärztin Frau Dr. Scheer lautet, nach Möglichkeit auch zuhause mit dem Hörtraining fortzufahren.

Klinikerprobtes Hörtraining für zuhause

Aus bekannten Gründen sind die Möglichkeiten der Audiotherapie in Praxen und Kliniken limitiert. Patienten mit Hörbeeinträchtigungen sind deshalb angehalten, selbst aktiv etwas für die Verbesserung ihrer Hörsituation zu tun. An dieser Stelle bietet ein Online-Hörtraining eine neue attraktive Option. Für das Training sind lediglich eine Internetverbindung, ein Computer oder Tablet, sowie Lautsprecher, beziehungsweise Kopfhörer erforderlich.

3 Tipps zum Online-Hörtraining

  1. Werden Sie aktiv! Hörbeeinträchtigungen wie Tinnitus oder Geräuschempfindlichkeit können durch gezieltes Üben in ihrer Bedeutung gemindert werden.
  2. Nehmen Sie sich Zeit! Schaffen Sie zuhause einen Rückzugsraum, in dem Sie konzentriert für sich trainieren können. Schnell werden Sie einen Entspannungseffekt verspüren.
  3. Bleiben Sie positiv! Unser Gehirn ist lernfähig. Mit interaktiven Übungen lernen Sie wichtige Signale von Störgeräuschen zu unterscheiden. Der Tinnitus rückt in den Hintergrund.
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Happy Ear

Nicht mal ein Gramm schwer und so wirkungsvoll? Wie funktioniert das HCP?

Normalerweise gelangt Störlärm bei offenen Hörgeräte-Versorgungen durch die Belüftungsöffnung an das Trommelfell. Eine Belüftungsöffnung muss sein, damit das Ohrgewebe mit Sauerstoff versorgt wird. Viele Hörgeräteträger entscheiden sich für eine offene Versorgung mit einer großen Belüftungsbohrung oder Schirmchen mit vielen Löchern.

Das war bisher so – ganz egal welches Hörgerät man trug. Zurück zu unserem HCP. Es ist eine kleine Otoplastik, die mit einem luftdurchlässigen akustischen Filter ausgestattet ist. Der lässt Störlärm nicht durch, sorgt aber für ein natürliches Hörgefühl.

Wie darf ich mir das vorstellen?

Ohne HCP sitzen Sie im Restaurant und hören Geschirrklappern und Geräuschbrei anstatt ihren Nachbarn. Mit HCP hören Sie was ihr Tischnachbar sagt, Geschirrklappern und Stühleknirschen sperrt unser Akustikfilter aus.

Ist die Lösung so einfach?

Jetzt ja. Dem fertigen Produkt sind aber unzählige Entwicklungsschritte in unserem Audiologie- Labor vorausgegangen. Zunächst mussten wir uns mit Störlärm auseinandersetzen: In welchen Frequenzen tritt er auf? Wie halten wir ihn so auf, dass er nicht ans Trommelfell gelangt? Schließlich gelang es uns, ein Material zu finden, das Luft zirkulieren lässt und Lärm linear dämmt: Kohlefaser (Carbon).

Im Labor haben wir unseren luftdurchlässigen Carbonfilter in eine leichte Folien-Otoplastik eingesetzt. Die ersten Produkttests liefen überragend, das HCP war geboren. Der Filter erreicht mit seiner linearen Dämpfung im Tieftonbereich bis zu 15 dB. Dadurch verringert sich der störende Tieftonanteil in lauter Umgebung. Wir messen ein um 20% verbessertes Sprachverstehen. Das hat sich inzwischen herumgesprochen, unsere Telefone laufen schon heiß.

Für wen ist diese Neuheit geeignet?

Für alle, die ein HdO („Hinter-dem-Ohr“) -Hörgerät tragen, ganz egal welches Modell. Denken Sie an einen Sportwagen mit Holzrädern. Das Sportfahrwerk wird seine PS nicht auf die Straße bringen können.

Genauso ist es mit einem Hörgerät ohne HCP. Die ausgeklügelte Technik nützt wenig, wenn Störlärm ungehindert ans Trommelfell gelangt. Unser HCP unterstützt alle technischen Features eines Hörgeräts und ist wasser- und schmutzunempfindlich. Der Akustiker kann aus drei optional einzusetzenden Filtern wählen und sogar eine individuelle Feinabstimmung vornehmen.

 

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