Home » Krankheitsbilder » Haarausfall
Krankheitsbilder

Haarausfall

Foto: Drew Hays via unsplash

Gibt es einen Weg zurück zu vollem Haar – oder muss mit fortschreitendem Alter dem Haarausfall einfach zusehen? Jeder Mann, der allmählich seine Geheimratsecken erkennt, wird sich schon mit dieser Frage auseinandergesetzt haben. Die erstmal beruhigende Antwort: Es gibt tatsächliche Wege, dem Haarausfall entgegen zu wirken, das heißt, ihn zu stoppen oder wenigstens zu verlangsamen.

Was sind die Ursachen für Haarausfall beim Mann?

Die Ursachen für Haarausfall sind vielseitig und reichen von psychischen Ursachen über physische bis hin zu äußeren Einflüssen. Sie zu kennen ist für eine erfolgreiche Behandlung von Haarausfall essentiell. 

Stress: In der heutigen Zeit stehen wir durch unsere dauerhafte Erreichbarkeit permanent unter Strom. Wir nehmen die Arbeit dank unseres Smartphones mit nach Hause, teilweise sogar mit ins Bett und schalten oft nicht ab. Stattdessen kommt zu privatem Stress eben noch der berufliche. Wer dem Haarausfall entgegen wirken möchte, ist gut beraten, den Stress in seinem Leben zu reduzieren – denn der gilt nämlich häufig als Auslöser, nicht nur für Haarausfall.

Genetik: Leider wenig zu beeinflussen und sehr häufig die Ursache für Haarausfall ist die Genetik. Schätzungsweise 80% aller Männer leiden unter erblich bedingtem Haarausfall. Eine vererbte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem körpereigenen Botenstoff Dihydrotestosteron ist der Grund dafür. Mit entsprechenden Mitteln und einem angepassten Lebensstil kann dieser sogenannten androgenetischen Alopezie aber Einhalt geboten werden.

Vitaminmangel: Damit der Körper auf voller Leistung funktionieren kann, muss er mit den richtigen Vitaminen und Nährstoffen versorgt werden. Ähnlich ist es bei den Haaren. Fehlen ihnen die entsprechenden Zutaten, verlangsamt sich ihr Wachstum und sie fallen schneller aus. Besonders Eisen- und Eiweißmangel sind häufige Ursache für Haarausfall. Ausgewogene Ernährung hilft den Haaren – und genauso Geist und Körper.

Metabolisches Syndrom: Ungenügende Bewegung und dauerhaftes Übergewicht können zum sogenannten metabolischen Syndrom führen, das oft erst im Zuge eines Herzinfarkts bemerkt wird. Die mangelhafte Versorgung des Körpers mit regelmäßiger Ertüchtigung und vitamin- und nährstoffreichen Lebensmitteln führt nicht nur zu Übergewicht und kritischen Blutwerten, sondern genauso zu Haarausfall.

Äußere Einflüsse: Haarausfall kommt nicht zwingend aus einem selbst. Wer elektrische Geräte bspw. Mit ins Bett nimmt, setzt sich nicht nur mehr Stress aus, sondern genauso in gewissem Maße Elektrosmog. In hoher Konzentration führt der zu einer schwächeren Durchblutung der Kopfhaut und Haarausfall. Selbiges passiert, wenn der Körper zu viel Quecksilber, Kadmium oder Thallium aufnimmt. Sogar die pralle Sonne reduziert die Wachstumsphasen der Haare.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es gegen Haarausfall?

Das Glück ist: Haarausfall kann in der Regel gut behandelt werden. Zwar kann der Haarausfall nicht immer vollständig heilen, verlangsamen des Ausfalls und stärken des Wachstums ist aber meist möglich. Welche Behandlung die richtige ist, hängt wiederum von den Ursachen ab.

Medikamente: Rezeptpflichtige Medikamente wie Minoxidil und Finasterid sind Allzweckwaffen im Kampf gegen den Haarausfall. Für dauerhaften Erfolg sind sie dauerhaft einzunehmen und zeigen bereits nach ein bis drei Monaten erste Erfolge. Der Wirkstoff Minoxidil, aufgetragen als Schaum oder Lösung, erweitert die Blutgefäße unter der Kopfhaut und regt so das Haarwachstum an, während Finasterid-Tabletten die Produktion von Dihydrotestosteron blockiert. DHT ist für die Verkürzung der Wachstumsphasen der Haare verantwortlich. Durch die reduzierte Dihydrotestosteron-Menge im Körper wachsen die Haare wieder vermehrt nach.

Rezeptfreie Produkte: Anders als Minoxidil und Finasterid sind Biotin und Baicapil ohne Rezept erwerblich. Biotin ist ein Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tabletten, das brüchigem Haar entgegenwirkt, Haarwachstum anregt und die Struktur des Haares kräftigt. Ein Shampoo mit dem natürlichen Wirkstoffkomplex Baicapil wiederum sorgt für eine Zunahme der Haardichte und optimiert die Qualität der Haare. Das Shampoo revitalisiert das Haar und wirkt so dem Haarausfall entgegen. Baicapil verlängert die Wachstumsphasen des Haares und ist als Shampoo besonders angenehm anzuwenden.

Haartransplantation: Sind kaum noch Haare vorhanden und bisherige Therapien fehlgeschlagen, kann eine Haartransplantation für neues, volles Haar sorgen: Dabei wird Haar aus anderen Bereichen des Körpers entnommen und in der Kopfhaut verpflanzt. 

Was tun gegen Haarausfall?

Neben Medikamenten und rezeptfreien Tabletten, Shampoos oder Gels gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, den Haarausfall zu verlangsamen und neues Wachstum anzuregen. Diese drehen sich vor allem um die tägliche Ernährung und körperliche Pflege.

Die Stärke des Haarwachstums entscheidet sich unter anderem in der Küche: Wer sich vitamin- und nährstoffreich ernährt, führt seinem Körper genau die richtigen Zutaten zu, die er für volle Funktionstüchtigkeit seiner inneren Prozesse braucht. In Hinblick auf Haare sind besonders Eiweiß und Eisen wichtig – ein wiederum Mangel sorgt potentiell für Haarausfall. Das Vitamin B7, das ebenso als Biotin bekannt ist, verleiht dem Haar mehr Fülle und Kraft – und hilft daneben bei Stoffwechsel, Kreislauf und Psyche. Wer Biotin auf natürliche Art und Weise über die Ernährung aufnehmen möchte, sollte folgende Lebensmittel auf die Einkaufsliste schreiben:

  • Leber
  • Sojabohnen
  • Eigelb
  • Weizenkleie
  • Weizenkeime
  • Erdnüsse
  • Haferflocken
  • Naturreis
  • Hefe
  • Lachs
  • Käse
  • Spinat
  • Avocado
  • Linsen
  • Champignons

Neben einer gesunden Ernährung ist allgemein ein bewusster Lebensstil förderlich: Viel Bewegung, wenig Alkohol oder gar Drogen, ausreichender Schlaf, reduzierter Stress und gesunde Haarpflege verhelfen zu vollem Haar.

Gesunde Haarpflege heißt aber nicht, mit aggressiven Shampoos täglich die Haare anzugreifen. Mehr eignen sich sanfte, basische Shampoos ohne viele Zusätze. Shampoos wie Baicapil oder solche mit dem Nährstoff Silizium schaffen Abhilfe, regen das Haarwachstum an und beugen der Glatzenbildung vor. Heißes Föhnen, Glätten oder das Benutzen einer rauen Bürste kann die Haare unnötig belasten und sie zerstören.

Ein entsprechend angepasster Lebensstil kann den Haarausfall reduzieren und verlangsamen. Produkte wie Biotin und Baicapil verstärken diesen Effekt weiter. Sollte sich der Haarausfall trotzdem nicht stoppen lassen, können rezeptpflichtige Medikamente wie Minoxidil oder Finasterid angewandt werden und das Haarwachstum neu anregen. Im letzten Schritt kann eine Haartransplantation wieder für volles Haar sorgen.

Nächster Artikel