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Nicht mal ein Gramm schwer und so wirkungsvoll? Wie funktioniert das HCP?

Normalerweise gelangt Störlärm bei offenen Hörgeräte-Versorgungen durch die Belüftungsöffnung an das Trommelfell. Eine Belüftungsöffnung muss sein, damit das Ohrgewebe mit Sauerstoff versorgt wird. Viele Hörgeräteträger entscheiden sich für eine offene Versorgung mit einer großen Belüftungsbohrung oder Schirmchen mit vielen Löchern.

Das war bisher so – ganz egal welches Hörgerät man trug. Zurück zu unserem HCP. Es ist eine kleine Otoplastik, die mit einem luftdurchlässigen akustischen Filter ausgestattet ist. Der lässt Störlärm nicht durch, sorgt aber für ein natürliches Hörgefühl.

Wie darf ich mir das vorstellen?

Ohne HCP sitzen Sie im Restaurant und hören Geschirrklappern und Geräuschbrei anstatt ihren Nachbarn. Mit HCP hören Sie was ihr Tischnachbar sagt, Geschirrklappern und Stühleknirschen sperrt unser Akustikfilter aus.

Ist die Lösung so einfach?

Jetzt ja. Dem fertigen Produkt sind aber unzählige Entwicklungsschritte in unserem Audiologie- Labor vorausgegangen. Zunächst mussten wir uns mit Störlärm auseinandersetzen: In welchen Frequenzen tritt er auf? Wie halten wir ihn so auf, dass er nicht ans Trommelfell gelangt? Schließlich gelang es uns, ein Material zu finden, das Luft zirkulieren lässt und Lärm linear dämmt: Kohlefaser (Carbon).

Im Labor haben wir unseren luftdurchlässigen Carbonfilter in eine leichte Folien-Otoplastik eingesetzt. Die ersten Produkttests liefen überragend, das HCP war geboren. Der Filter erreicht mit seiner linearen Dämpfung im Tieftonbereich bis zu 15 dB. Dadurch verringert sich der störende Tieftonanteil in lauter Umgebung. Wir messen ein um 20% verbessertes Sprachverstehen. Das hat sich inzwischen herumgesprochen, unsere Telefone laufen schon heiß.

Für wen ist diese Neuheit geeignet?

Für alle, die ein HdO („Hinter-dem-Ohr“) -Hörgerät tragen, ganz egal welches Modell. Denken Sie an einen Sportwagen mit Holzrädern. Das Sportfahrwerk wird seine PS nicht auf die Straße bringen können.

Genauso ist es mit einem Hörgerät ohne HCP. Die ausgeklügelte Technik nützt wenig, wenn Störlärm ungehindert ans Trommelfell gelangt. Unser HCP unterstützt alle technischen Features eines Hörgeräts und ist wasser- und schmutzunempfindlich. Der Akustiker kann aus drei optional einzusetzenden Filtern wählen und sogar eine individuelle Feinabstimmung vornehmen.

 

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Hörgerät benötigt – Welche Auswahl steht zur Verfügung?

Hörstörungen sind in Deutschland weit verbreitet. Die Ursachen liegen dabei oft in der Familie durch die Weitergabe der entsprechenden Gene. Mitunter entsteht die Hörschwäche aber auch als Folge von Entzündungen oder stressbedingt als Langzeitnachwirkung von Hörstürzen. In der heutigen Zeit ist das jedoch kein Grund zum Verzweifeln, denn am Markt sind mittlerweile sehr viele unterschiedliche diskrete und gut funktionierende Hörhilfen erhältlich.

Welche Arten von Hörgeräten gibt es aktuell?

Vorbei sind die Zeiten, als Opa mit der Ohrmuschel am Esstisch saß und sich bemühte, zumindest Ansätze der Unterhaltung mitzubekommen. Doch Hörprobleme gehören deshalb noch lange nicht der Vergangenheit an: Fast 15 Millionen Menschen leiden hierzulande darunter.

Heutzutage befinden sich jedoch die meisten Hörgeräte direkt im Ohr. Grundsätzlich wird dabei zwischen fünf Arten von Hörgeräten unterschieden, die alle unterschiedliche Vor- und Nachteile bieten.

IIC-Hörgeräte

Bei IIC handelt es sich um die Abkürzung für „Invisible in the Canal“. Das bedeutet, dass sich das Hörgerät unsichtbar im Gehörgang befindet und somit von außen nicht sichtbar ist. Sie werden maßgefertigt und passen somit perfekt in das Ohr. Diese Modelle eignen sich vor allem bei einer leichten Hörstörung und können Störgeräusche wie Wind gut minimieren. Da sie sehr klein sind, kann die Bedienung für Menschen, die eher grobmotorisch veranlagt sind, recht schwierig werden. Der kleinen Bauweise ist auch die oftmals die kürzere Haltbarkeit der Batterien geschuldet.

CIC-Hörgeräte

Diese Art von Hörgeräten wird vollständig im Gehörgang (also „Completely in the Canal“) platziert und ist somit von außen für die meisten Menschen unsichtbar. Sie werden ebenfalls maßgefertigt und sind etwas größer als die IIC-Modelle. Durch einen optionalen Schalter können sie manuell der jeweiligen Umgebung angepasst werden. Sie eignen sich besonders gut für Menschen mit geringen bis mittlere Verluste der Hörstärke.

ITC-Hörgeräte

ITC-Hörgeräte sind größer als IIC- und CIC-Modelle und haben daher eine etwas längere Batterielaufzeit. Sie werden ebenfalls maßgefertigt und im unteren Drittel des Ohres („In the Canal“) angebracht. Da sie mit einem Richtmikrofon ausgestattet sind, können sie Sprache verstärken und Hintergrundgeräusche ausblenden. Sie lassen sich sehr leicht einsetzen und wieder entfernen.

ITE Halfshell Hörgeräte

ITE steht in diesem Fall für „In the Ear“. Mit Halfshell ist gemeint, dass das Hörgerät die untere Hälfte der Ohrmuschel ausfüllen. Die Schale wird dabei auf die jeweilige Form des Ohres angepasst. Halfshell Hörgeräte eignen sich sehr gut für Menschen mit starken Hörproblemen. Darüber hinaus sind sie in den meisten Fällen völlig unkompliziert zu bedienen und deshalb sehr benutzerfreundlich.

ITE Fullshell Hörgeräte

Im Gegensatz zu den Halfshell Modellen füllen diese Hörgeräte das komplette Außenohr aus. Von den hier vorgestellten Typen sind sie die größten, dafür bieten sie aber auch eine größere Klangverstärkung an. Durch die Platzierung haben viele Modelle mehr Funktionen als Hörgeräte, die sich im Gehörgang befinden und kommen vor allem bei Menschen mit stärkeren Hörschwierigkeiten zum Einsatz. Durch die Größe sind sie zwar nicht so diskret wie andere Modelle, dafür hält die Batterie dieser Geräte wesentlich länger.

Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte

Neben den In-Ear-Modellen gibt es auch immer noch Hörgeräte, die hinter dem Ohr angebracht sind. Diese Typen sind vor allem für Menschen mit sehr kleinen Gehörgängen geeignet und bieten gute Unterstützung bei starkem Hörverlust. Auch diese Modelle haben sich in den letzten Jahren im Design deutlich weiterentwickelt und sind wesentlich kleiner und schicker als ältere Hörgeräte dieser Art.

Wie teuer sind Hörgeräte?

Die Preise für Hörgeräte sind sehr unterschiedlich und vor allem von den individuellen Voraussetzungen abhängig. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, einen Termin mit einem Hörsystemakustiker zu vereinbaren, der einen kostenlosen und unverbindlichen Hörtest durchführen kann und Auskunft zu den unterschiedlichen Möglichkeiten in der jeweiligen Hörsituation bietet.

Darüber hinaus werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse unter bestimmten Bedingungen komplett übernommen. Die Regelungen diesbezüglich sind jedoch komplex. Auch hier ist daher der Gang zu einem Akustik-Center ratsam, dessen Mitarbeiter zu diesem Thema großes Know-how besitzen und Menschen mit Hörschwierigkeiten daher auch entsprechend kompetent beraten können.

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