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Hautsache

Hautkrebsvorsorge und Sonnenschutz sind keine Glückssache

Foto: TierneyMJ via Shutterstock

Der Mai 2020 ist in Deutschland wie in Europa Hautkrebsmonat. Angefangen hat es in den 1990er Jahren nach dem Muster des amerikanischen „Melanoma-Monday“. Seither organisieren Dermatologinnen und Dermatologen Jahr für Jahr europaweit die EUROmelanoma-Aufklärungskampagne, in Deutschland seit fast 20 Jahren als ganzjährige Kampagne und nun erstmals mit einem Aktionsmonat im Mai.

Das Kampagnenplakat zeigt eine Schornsteinfegerin mit Kind auf dem Arm. Spielerisch wie beim Schwarzer-Peter-Spiel setzt sie der Kleinen einen Rußfleck auf die Nase. „Sonnenschutz ist keine Glückssache“ lautet fett die Schlagzeile des Posters.

Das Poster macht intuitiv auf einen Blick klar, worauf es beim Thema Hautkrebsvorsorge und -früherkennung ankommt. Beides muss bereits im Kindesalter anfangen, weil die irreparablen Hautschäden, die später zu Hautkrebs führen, schon in jungen Jahren erworben werden. Und es geht auch nicht allein um das Freizeitverhalten im Sommer am Strand. Viele, die tagtäglich im Freien arbeiten, haben ohne geeignete Schutzmaßnahmen ein deutlich erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Und: Eltern haben hier eine besondere Verantwortung, ihren Nachwuchs von Kindheit an zu einem wirksamen UV-Schutz anzuhalten.

Euromelanoma, Euromelanoma-Kindergartenaktion und Haut & Job, die drei großen Präventionskampagnen der Dermatologen, bündeln mit dem gemeinsamen Aktionsmonat sämtliche Kräfte, um über den nötigen UV-Strahlenschutz zu informieren. Und der ist kein Hexenwerk. Hautärzte empfehlen ein Bündel an Maßnahmen: A und O ist die regelmäßige monatliche Selbstkontrolle der Haut, vor allem der Muttermale. Ebenso wichtig ist der Selbstschutz durch Sonnencreme und UV-dichte Kleidung. Aber auch organisatorische Maßnahmen wie Spielplätze im Schatten oder Arbeitspausen bei praller Sonne in der Mittagszeit – an hochsommerlichen Tagen eine regelrechte Siesta über die Mittagszeit – und der konsequente Verzicht auf Solarienbesuche gehören dazu. Und nicht zu vergessen die regelmäßige Teilnahme an der Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs – auch als freiwilliges Angebot des Arbeitgebers im Betrieb.  

Die Botschaft ist klar und unmissverständlich. Wir alle können dazu beitragen, die Ausbreitung von Hautkrebs einzudämmen: indem wir bei uns selbst mit der Vorsorge beginnen. 

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Weitere Informationen finden Sie unter www.bvdd.de

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