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KEEP SMILING

MAHLZEIT: Zubeißen, kauen, Zähne schützen

Foto: Ostanina Anna via Shutterstock

Dirk Kropp

Geschäftsführer der Initiative proDente e.V.

Frau Hafferer kauft mit ihren zwei Kindern auf dem Markt ein. Beim regionalen Gemüsehändler bekommt der fünfjährige Jonas eine Möhre geschenkt. Schnell beißt der Junge herzhaft zu. Auch wenn es nicht so aussieht – aus Sicht eines Zahnarztes putzt Jonas seine Zähne.

Bestimmte Gemüsesorten, z. B. Karotten, Kohlrabi oder Paprika, greifen den Zahnschmelz kaum an und reinigen die Zähne durch intensives Kauen und starken Speichelfluss. Die „harte“ Rohkost massiert außerdem das Zahnfleisch. So kann essen und trinken helfen, Zähne und Mund gesund zu halten. Dabei gilt weiter: weniger Zucker gleich weniger Karies. Doch auch Saures schadet den Zähnen.

  • Reinigen Sie Ihre Zähne zweimal täglich. Ein zuckerfreies Kaugummi kann zwischendurch helfen.
  • Greifen Sie als Durstlöscher zu Wasser. Zucker- und/oder säurehaltige Getränke wie Limonade oder Fruchtsaft meiden oder nur zu Hauptmahlzeiten trinken. Zahnschädigende Säuren und Zucker wirken sonst über Stunden auf die Zähne ein. Auch Light-Varianten der Getränke weisen viel Säure auf. Tipp: Mit einem Schluck Wasser nachspülen.
  • Reduzieren Sie den Zuckergehalt Ihrer Nahrung. Wählen Sie zahngesunde Produkte, die mit dem Siegel Zahnmännchen gekennzeichnet sind.
  • Verzehren Sie zuckerhaltige Lebensmittel nicht über den ganzen Tag verteilt. Ansonsten werden Kariesbakterien stetig mit Nahrung versorgt.
  • Achtung: Auch herzhafte Lebensmittel wie Wurst und Gewürzgurken oder Ketchup enthalten Zucker! Kleben zuckerhaltige Knabbereien wie Chips oder Salzstangen förmlich an den Zähnen, schädigt das den Schmelz zusätzlich.
  • Bei verpackten Lebensmitteln geben Zutatenliste und Nährwerttabelle Auskunft über versteckte Zucker. Es lohnt, verschiedene Produkte zu vergleichen.
  • Ernähren Sie sich abwechslungsreich und ausgewogen.
  • Kalziumhaltige Nahrungsmittel wie Milch oder Käse stärken die Zähne. Bevorzugen Sie fettarme Käsesorten.
  • Fluoride (z. B. in fluoridiertem Speisesalz, Fisch oder grünem bzw. schwarzem Tee) stören den Stoffwechsel der Kariesbakterien. Noch wichtiger: Fluorid, z. B. aus Zahnpasta, härtet den Zahnschmelz. Polyphenole aus grünem Tee verhindern zudem Mundgeruch.
  • Vitamin A aus gelben und orangefarbenen Obst- und Gemüsesorten fördert die Gesundheit der Mundschleimhaut und des Zahnfleischs.
  • Vitamin C (z. B. in Zitrusfrüchten, Paprika oder Brokkoli) stärkt das Immunsystem, macht die Zähne fester und unterstützt die Gesundheit des Zahnfleischs.
  • Vitamin D kann durch Sonnen- licht vom Körper selbst gebildet werden. Der Aufenthalt im Freien stärkt Zähne und Knochen.
  • Omega-3-Fettsäuren aus Walnüssen, Lachs, Hering oder Makrele wirken Entzündungen des Zahnfleischs entgegen. Verzehren Sie feste Lebensmittel wie Vollkornbrot, Obst und rohes Gemüse. Durch intensives Kauen entsteht Speichel, der die Zähne reinigt, Säure neutralisiert und den Zahnschmelz wieder mineralisiert.

Wenn jetzt noch regelmäßig eine Zahnbürste zum Einsatz kommt und der Zahnarzt besucht wird, hilft das den Zähnen und auch der allgemeinen Gesundheit.

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