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Home » Krankheitsbilder » Krebs » Ganzheitliche Brustkrebs-Nachsorge: mammaLIFE
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Wie kann man Frauen nach einer Brustkrebstherapie effektiv unterstützen, wieder Kraft zu schöpfen und mit neuem Schwung in ihr Leben zu starten? Das Programm mammaLIFE bietet einen ganzheitlichen Ansatz zur Nachsorge.

Dr. Florian Wiedemann

Gründer von mammaLIFE – Genesungs-Konzept bei Brustkrebs – Mammakarzinom

Herr Dr. Wiedemann, Sie haben mammaLIFE entwickelt. Was steckt hinter mammaLIFE und Ihrem Konzept, „Reha neuzudenken“?

Ein Kernpunkt ist, dass sich im Leben und der Wahrnehmung der Teilnehmerinnen des Programms nicht alles um die Krankheit dreht. Die Frauen, die zu mammaLIFE kommen, werden ganzheitlich als Mensch wahrgenommen, nicht nur mit ihrer Diagnose. Ihre Gesundheit und vor allem auch ihre individuellen Ressourcen stehen bei uns im Zentrum. Wir bieten ein anderes Setting als eine Klinik. mammaLIFE ist kein großer Apparat, wir können mit unserem Team sehr individuell und persönlich auf jede Teilnehmerin eingehen.  

Wie sieht Ihr ganzheitliches Programm zur Nachsorge aus, was ist anders?

Unsere Einrichtung ist offener als eine Klinik, mit freier Unterkunftswahl. Die Teilnehmerinnen entscheiden selbst, wie sie während des Programms wohnen möchten, ob in einem Hotel oder einer Ferienwohnung. Der Aufenthalt bei uns ist zwar kein Urlaub, der Wohlfühlfaktor ist aber groß. Größer, als dies in der Regel in einer Klinik möglich wäre. Unsere Gruppen bestehen aus jeweils nur acht bis zwölf Teilnehmerinnen, die in den drei Wochen des Programms gleich bleiben. Das bringt viel Ruhe in den Prozess und ermöglicht auch, dass die Maßnahmen wirksam aufeinander aufbauen. Insgesamt herrscht bei uns eine Atmosphäre, die es Teilnehmerinnen viel einfacher macht, sich zu öffnen, als dies in einer Klinik möglich wäre.

Warum zielt das Konzept auf Brustkrebs ab, nicht auf andere weibliche oder gynäkologische Krebsarten?

Unser Konzept basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Insbesondere zum Mammakarzinom ist die Datenlage sehr gut, weil es so viele Betroffene gibt. Es können durchaus auch Frauen mit anderen Tumorarten zu uns kommen. Wert legen wir darauf, dass nur Frauen in einer Gruppe sind, keine Männer. Das ist für das Vertrauensverhältnis wichtig. Frauen können sich untereinander eher öffnen. Sie helfen und bestärken sich auch gegenseitig. Dieser Selbsthilfeaspekt ist sehr wertvoll.

Welche Hürden kann es bei der Beantragung  für mammaLIFE geben?

Wenn Mitarbeiter:innen der Kassen unser Konzept noch nicht kennen, kann es sein, dass sie es nicht auf Anhieb bewilligen. Hakt man nach, wird das mammaLIFE Programm in 99 Prozent der Fälle genehmigt.

Wie würde für Sie die ideale ganzheitliche Therapie und Nachsorge aussehen? Gibt es diese aktuell?

Das Therapiekonzept, auf dem auch wir aufbauen, nennt sich integrative Onkologie. Dieser Ansatz bringt das Beste aus der universitären Schulmedizin und das Beste aus der naturkundlichen Erfahrungsmedizin auf einer evidenzbasierten Grundlage zusammen. Der Ansatz kommt aus den USA und verbreitet sich auch hier immer mehr.

Für wen empfehlen Sie das mammaLIFE Programm?

Unser Programm richtet sich an alle Frauen, die nach einer Krebstherapieeigenverantwortlich etwas zu ihrer Genesung beitragen möchten und sich ein anderes Umfeld dafür wünschen als eine Klinik. Die meisten Frauen, die zu uns kommen, haben eine gute Prognose – für sie geht es darum, wieder ins Leben zurückzukehren und in Zukunft so zu leben, dass es ihnen guttut. Unsere Teilnehmerinnen sind tendenziell etwas jünger, von 30 Jahren bis 70 Jahren ist aber alles dabei. Entscheidend ist unserer Erfahrung nach, dass sich die Teilnehmerinnen von unserem Ansatz grundsätzlich angesprochen fühlen – unabhängig vom Alter.  

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