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Innovatives Angebot zur Brustkrebsfrüherkennung: Anleitung zur taktilen Selbstuntersuchung (ATS)

Frauen nehmen ihre Brustkrebsvorsorge jetzt selbst in die Hand. Wie einfach sie die taktile (mit dem Tastsinn durchgeführte) Selbstuntersuchung der Brust durchführen können, zeigt ihnen eine von discovering hands® zertifizierte Medizinisch-Taktile Untersucherin (MTU).

Ganz individuell und in aller Ruhe leitet die MTU jede Frau so detailliert an, dass sie ihre Brust später regelmäßig und systematisch selbst abtasten kann. Die Eins-zu-eins-Anleitung von Frau zu Frau dauert eine Stunde.  

Vielen Frauen ist nicht bewusst, dass die Brustkrebsfrüherkennung mit der Selbstuntersuchung anfängt. Zumeist vernachlässigen sie diese wichtige Säule der Früherkennung – weil sie nicht daran denken, nicht wissen, wie es richtig geht, oder Angst haben, einen Knoten zu entdecken. Dennoch ertastet schon heute ein Großteil der Patientinnen seine Tumore selbst. Die MTU-Anleitung vermittelt Frauen das Wissen für die taktile Selbstuntersuchung, die sie zu Hause in ihren Alltag integrieren können – zum Beispiel jeden Monat am gleichen Tag.   

Früherkennung ist so wichtig, weil jährlich alleine in Deutschland 70.000 Frauen neu an Brustkrebs erkranken und 18.000 Frauen daran sterben. Solange nur das Brustgewebe betroffen ist, ist dieser Krebs ungefährlich. Lebensbedrohlich wird er erst, wenn der Tumor seine Zellen in den Körper streut. Je eher ein bösartiger Knoten entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. MTU tragen dazu bei, Frauen zur Fürsorge ihrer eigenen Gesundheit zu ermutigen. Die Brustspezialistinnen können Frauen jeden Alters beraten und ihre Fragen kompetent beantworten.

Die Selbstuntersuchung in einem Kurs an einem Brustmodell zu üben, bringt Frauen ihrem eigenen Körper nicht näher. „Wer aber an sich selbst lernt, die Brust systematisch abzutasten, spürt Veränderungen im Gewebe später mit Sicherheit“, weiß MTU Antonia Greifenberg-Bouhaik. Die 34-Jährige ist stark sehbehindert, ihr Tastsinn ist extrem sensibel.

Das innovative Konzept für die taktile Selbstuntersuchung hat discovering hands® entwickelt. Das vielfach mit Preisen ausgezeichnete Sozialunternehmen qualifiziert blinde und stark sehbehinderte Frauen mit sehr ausgeprägtem Tastsinn für die ärztliche Assistenztätigkeit der MTU. Deutschlandweit sind bislang 40 MTU in 50 Frauenarztpraxen und Kliniken im Einsatz. „Optimale Brustkrebsfrüherkennung ist unser oberstes Ziel“, sagt Gynäkologe Dr. Frank Hoffmann, Gründer von discovering hands®.

Das Unternehmen kooperiert bei der bundesweiten Einführung der ATS mit Pink Ribbon Deutschland und den Fitnessstudios von INTERFIT. Die Projektpartner bieten die Schulung durch MTU bewusst auch außerhalb von Arztpraxen an. In Fitnessstudios ist das Thema Gesundheitsvorsorge ohnehin verankert. Boxweltmeisterin (1995–2007) Regina Halmich unterstützt die gemeinsame Initiative als Botschafterin.

discovering hands bietet die ATS auch im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements in Unternehmen an. Als Zusatzqualifikation der MTU erfordert sie keine Anwesenheit eines Arztes und lässt sich daher leicht in Betriebsräumen durchführen – das sorgt für hohe Teilnehmerinnenquoten.

TAKTILE BRUSTUNTERSUCHUNG BEIM FRAUENARZT

Die Tastuntersuchung ist Kernbestandteil der Brustkrebsvorsorge für alle Frauen. Discovering hands hat diese Früherkennungsart mithilfe ihrer sehbehinderten Medizinisch Taktilen Untersucherinnen (MTU) deutlich verbessert. In Kooperation mit bestimmten Frauenarztpraxen und Kliniken setzen die MTUs ihre speziellen Fähigkeiten ein. Die Untersuchung erfolgt in der Praxis der am Programm teilnehmenden Frauenärzte. Eine Liste der teilnehmenden Praxen und Kliniken finden Sie unter unter www.discovering-hands.de/kooperationen/praxen-kliniken.  

Die taktile Brustuntersuchung dauert zwischen 30 und 60 Minuten. Die MTU orientiert sich mit Hilfe von patentierten Spezialklebestreifen an der Brust, während diese nach einem standardisierten Verfahren in allen Gewebetiefen systematisch abgetastet wird. So können bereits sehr kleine Veränderungen im Brustgewebe frühzeitig entdeckt werden Natürlich beantworten die MTUs auch alle Fragen rund um die Brustgesundheit.

Die Untersuchung findet selbstverständlich unter ärztlicher Verantwortung statt. Das Ergebnis der Untersuchung bespricht der Arzt/die Ärztin direkt im Anschluss mit der Patientin.
Die BKK RWE übernimmt die Kosten für diese Untersuchung, die Frauenärzte rechnen direkt mit der BKK RWE ab.

In freundlicher Kooperation mit
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Der Kampf gegen Krebs- Prävention und Therapie

Krebs ist die Krankheit, vor der sich die deutsche Bevölkerung mit am meisten fürchtet.

Rund eine halbe Million Menschen erkranken hierzulande jährlich neu an einem Tumor, Tendenz steigend. Hoffnung besteht aufgrund von Fortschritten in der Forschung und Medizin, die die Heilungschancen von Krebspatienten weiter erhöhen. Experten gehen zudem davon aus, dass durch einen gesunden Lebensstil etwa die Hälfte aller Krebsfälle vermieden werden kann.

Als den „König aller Krankheiten“ betitele der indische Krebsforscher Siddhartha Mukherjee Krebs in seinem berühmt gewordenen gleichnamigem Buch. In der Tat nimmt Krebs eine Schlüsselstellung unter den Krankheiten ein: Jährlich werden in Deutschland rund 500.000 neue Krebsfälle diagnostiziert. Krebs ist hierzulande die zweithäufigste Todesursache und zudem die Krankheit, die bei den Deutschen neben Demenz die größten Ängste auslöst.

Die Ursachen, warum ein Mensch an Krebs erkrankt, sind komplex. Für viele Tumore sind zufällige genetische Fehler bei der Zellteilung verantwortlich, die mit steigendem Alter zunehmen. Aufgrund des demographischen Wandels wächst in Deutschland der Anteil älterer Menschen stetig. Das Robert Koch-Institut rechnet daher im Zeitraum zwischen 2010 und 2030 mit einem Anstieg der Krebsneuerkrankungen um 20 Prozent.

Dennoch kann jeder sein persönliches Krebsrisiko durch einige einfache Maßnahmen bis zu einem gewissen Grad positiv beeinflussen. Dies gilt insbesondere für häufige Krebsarten wie Brust-, Darm-, Lungen- und Hautkrebs. Ausreichend Bewegung und ein normales Körpergewicht reduzieren das Krebsrisiko nachweislich. Gleiches gilt für Nichtrauchen sowie einen vernünftigen Umgang mit Alkohol und UV-Strahlung.

Unterstützt wird die Deutsche Krebshilfe aktuell bei ihrer Aufklärung zur Hautkrebsprävention durch die TV-Moderatorin und Journalistin Susanne Klehn. Diese erkrankte mit 28 Jahren an einem malignen Melanom, dem sogenannten schwarzen Hautkrebs. Seit April setzt sie sich an der Seite der Deutschen Krebshilfe für ein umsichtiges Verhalten in der Sonne ein.

Wir wissen, dass der Bedarf nach Information und Aufklärung zum Thema Krebs in der Bevölkerung nach wie vor immens hoch ist. Daher sind Kampagnen sinnvoll, die über den Nutzen eines gesunden Lebensstils und die Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung aufklären.

Steigende Krebsneuerkrankungszahlen in einer alternden Gesellschaft dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den letzten Jahrzehnten auch erhebliche Erfolge in der Diagnose und Therapie erreicht wurden. Fortschritte in der Krebsforschung und -medizin sind die Grundlage dafür, dass Krebspatienten immer besser versorgt werden können. Die Heilungsraten steigen und Krebs verläuft heute in sehr vielen Fällen als chronische Erkrankung mit guter Lebensqualität für die Betroffenen.

Heute können vier von fünf krebskranken Kindern und die Hälfte aller erwachsenen Krebspatienten geheilt werden und wieder ein unbeschwertes Leben führen. Dennoch bleiben die Herausforderungen immens. So gilt es beispielsweise die Qualität in der Versorgung und die Strukturen weiter zu verbessern und jedem Patienten eine optimale und personalisierte Therapie zu ermöglichen.

Wir wollen, dass alle krebskranken Menschen gute Heilungschancen haben. Auf dieses Ziel ist unsere Arbeit stetig ausgerichtet. Ohne die Zuwendungen der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, die seit über 40 Jahren die Deutsche Krebshilfe unterstützen, wären viele der bisherigen Erfolge in der Krebsmedizin und Forschung nicht möglich gewesen. Nur unsere Spender haben uns in die Lage versetzt, über 3.000 Projekte zur Verbesserung der Versorgung krebskranker Menschen zu fördern.

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