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    Schluss mit Migräne!

    Foto: TEVA GmbH

    So lässt sich der Attacke vorbeugen

    In Deutschland sind mehr als 8 Millionen Menschen von einer Migräne-Erkrankung betroffen, die oft mit schwer belastenden Symptomen verbunden ist. Ein Teil der Migränepatienten könnte Studien zufolge von einer prophylaktischen Therapie profitieren, die die Anfallshäufigkeit und Schwere der Attacken reduzieren soll. (1)

    Hinter der Stirn pochen starke Schmerzen, laute Geräusche und helles Licht verursachen Übelkeit –für Migräne-Patienten ist das oft der leidvolle Alltag. Migräne ist eine schwere neurologische Erkrankung, ihre Entstehung nicht abschließend geklärt. Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Ursache im Hirnstamm zu finden ist.(2) Man geht davon aus, dass Regionen im Hirnstamm durch bestimmte Botenstoffe aktiviert werden. Diese führen in den Blutgefäßwänden der Hirnhäute zu Ausdehnungen und Entzündungen, wodurch Schmerzen entstehen.(3) Die starken Symptome sind für die Betroffenen und ihr gesamtes Umfeld sehr belastend. Die damit verbundenen Einschränkungen betreffen nicht nur das Familienleben, sondern auch andere soziale Kontakte und das berufliche Umfeld.

    Migräne-Patienten sollten ihren Tagesablauf so geregelt und stressfrei wie möglich gestalten. Weitere wichtige Faktoren zur Vermeidung von Migräne-Attacken sind eine gute Ernährung, Bewegung und regelmäßiger Schlaf. Darüber hinaus ist es sinnvoll, mit dem behandelnden Arzt zu besprechen, inwieweit eine medikamentöse prophylaktische Behandlung in Frage kommt. Hier stehen verschiedene Arten von Medikamenten zur Verfügung. Moderne Antikörpertherapien, die je nach Wirkstoff monatlich oder vierteljährlich gespritzt werden, haben sich in der Praxis als effektiv und besonders gut verträglich erwiesen.(4) Die Antikörper blockieren jene Botenstoffe, die im Gehirn an der Schmerzauslösung beteiligt sind.

    Jede Behandlung sollte immer von nicht-medikamentösen Maßnahmen begleitet werden. Auch das Führen eines Migräne-Tagebuchs wird empfohlen, da es hilft, Auslöser zu erkennen und zu vermeiden.(5)

    (1) Lipton RB et al., Neurology 2007; 68: 343–9
    (2) Published online 2016 Jun 14. doi: 10.1016/j.neuroscience.2016.06.012
    (3) Neurogen Entzündung: Moskowitz MA; Neurology. 1993 Jun;43(6 Suppl3):S16-20
    (4) Dodick DW, Cephalalgia 2019; 39: 445–58
    (5) Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V.

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