Home » Krankheitsbilder » Stoffwechsel » Unter- und Überfunktion der Schilddrüse
Krankheitsbilder

Unter- und Überfunktion der Schilddrüse

Foto: Burdun Iliya vis Shutterstock

Die Schilddrüse spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel, ist jedoch gleichzeitig auch Ausgangspunkt für zahlreiche Erkrankungen, die unter anderem zu Störungen des Hormonstoffwechsels führen und eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse hervorrufen können.

Die Schilddrüse bildet die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und Thyroxin sowie das Peptidhormon Calcitonin. Das Hormon TSH reguliert die Ausschüttung von Trijodthyronin und Thyroxin.

Die Schilddrüsen-Überfunktion

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion werden zu viele Schilddrüsenhormone – Trijodthyronin und Thyroxin – gebildet. Einer Überfunktion der Schilddrüse können verschiedene Ursachen zugrunde liegen. In etwa 95 Prozent der Fälle wird sie durch Morbus Basedow oder eine Autonomie der Schilddrüse verursacht. Daneben gibt es jedoch auch weitere, seltene Ursachen, die sich hinter einer Schilddrüsenüberfunktion verbergen können. Zu diesen gehören:

  • Schilddrüsenentzündung
  • hormonproduzierende Tumore
  • falsch dosierte Schilddrüsenhormontherapie

Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion

Die Beschwerden einer Schilddrüsenüberfunktion können sich sowohl langsam einschleichen als auch sehr abrupt einsetzen. Eines der typischen Symptome ist eine Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf).

Schilddrüsenhormone wirken auf das Herz-Kreislauf-System stimulierend.

Dies tritt bei rund 80 Prozent der Betroffenen auf. Eine vergrößerte Schilddrüse macht sich unter anderem durch Symptome wie Heiserkeit und Beschwerden beim Schlucken bemerkbar.

Zudem kann es zu Gewichtsabnahme trotz unverändertem oder sogar gesteigertem Appetit, Haarausfall, verstärktem Schwitzen, Wärmeintoleranz sowie einer warmen, feuchten Haut kommen. Bei einigen Patienten treten auch vermehrt Durchfälle auf. Bei Frauen können außerdem Zyklusstörungen auf eine Schilddrüsenüberfunktion hindeuten.

Schilddrüsenhormone wirken auf das Herz-Kreislauf-System stimulierend, was sich bei einer Überfunktion in einem erhöhten Puls bemerkbar machen kann. Der Einfluss der Schilddrüsenüberfunktion auf das Zentralnervensystem äußert sich zudem mit gesteigerter Nervosität, Rastlosigkeit, Zittern, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen.

Die Schilddrüsen-Unterfunktion

Die Schilddrüsenunterfunktion ist neben Diabetes die häufigste endokrine Erkrankung.

Es kommt zu einer Schilddrüsenunterfunktion, wenn nicht genügend Trijodthyronin und Thyroxin produziert wird

Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Rund zehn Prozent der Deutschen leiden unter einer Unterfunktion der Schilddrüse.

Experten schätzen die Dunkelziffer jedoch viel höher ein.

Es kommt zu einer Schilddrüsenunterfunktion, wenn nicht genügend Trijodthyronin und Thyroxin produziert wird. Das kleine Organ ist dann aufgrund von Zerstörung oder Verlust an Gewebe nicht mehr in der Lage, den Bedarf an Schilddrüsenhormonen zu decken.

Dadurch verlangsamt sich der Stoffwechsel des Körpers und es können zahlreiche Symptome auftreten.

Die Symptome unterscheiden sich bei Neugeborenen, Kindern und Erwachsenen

  • Warnzeichen bei Neugeborenen können hohes Geburtsgewicht, Trinkunlust, Verstopfung und ein langsamer Puls sein. Zudem haben die Babys meist eine trockene Haut und eine eher schlaffe Muskulatur. Infolge der Unterfunktion der Schilddrüse kann sowohl die körperliche als auch die geistige Entwicklung verzögert sein.
  • Mögliche Symptome für eine Unterfunktion sind bei Kindern: Verstopfung, Blässe, verzögerte Sprachentwicklung, Anfälligkeit für Infekte oder auch verzögertes Wachstum und verspätete Zahnbildung.
  • Beschwerden bei Erwachsenen können Gewichtszunahme, schnelles Frieren und Abgeschlagenheit sein, aber auch Gedächtnisschwäche, depressive Verstimmungen, vermehrter Haarausfall, trockene Haut, Blässe, chronische Verstopfung, verminderte Potenz, verlangsamter Puls und Ödeme.
Nächster Artikel
Home » Krankheitsbilder » Stoffwechsel » Unter- und Überfunktion der Schilddrüse
Krankheitsbilder

Der Kampf gegen Krebs- Prävention und Therapie

Krebs ist die Krankheit, vor der sich die deutsche Bevölkerung mit am meisten fürchtet.

Rund eine halbe Million Menschen erkranken hierzulande jährlich neu an einem Tumor, Tendenz steigend. Hoffnung besteht aufgrund von Fortschritten in der Forschung und Medizin, die die Heilungschancen von Krebspatienten weiter erhöhen. Experten gehen zudem davon aus, dass durch einen gesunden Lebensstil etwa die Hälfte aller Krebsfälle vermieden werden kann.

Als den „König aller Krankheiten“ betitele der indische Krebsforscher Siddhartha Mukherjee Krebs in seinem berühmt gewordenen gleichnamigem Buch. In der Tat nimmt Krebs eine Schlüsselstellung unter den Krankheiten ein: Jährlich werden in Deutschland rund 500.000 neue Krebsfälle diagnostiziert. Krebs ist hierzulande die zweithäufigste Todesursache und zudem die Krankheit, die bei den Deutschen neben Demenz die größten Ängste auslöst.

Die Ursachen, warum ein Mensch an Krebs erkrankt, sind komplex. Für viele Tumore sind zufällige genetische Fehler bei der Zellteilung verantwortlich, die mit steigendem Alter zunehmen. Aufgrund des demographischen Wandels wächst in Deutschland der Anteil älterer Menschen stetig. Das Robert Koch-Institut rechnet daher im Zeitraum zwischen 2010 und 2030 mit einem Anstieg der Krebsneuerkrankungen um 20 Prozent.

Dennoch kann jeder sein persönliches Krebsrisiko durch einige einfache Maßnahmen bis zu einem gewissen Grad positiv beeinflussen. Dies gilt insbesondere für häufige Krebsarten wie Brust-, Darm-, Lungen- und Hautkrebs. Ausreichend Bewegung und ein normales Körpergewicht reduzieren das Krebsrisiko nachweislich. Gleiches gilt für Nichtrauchen sowie einen vernünftigen Umgang mit Alkohol und UV-Strahlung.

Unterstützt wird die Deutsche Krebshilfe aktuell bei ihrer Aufklärung zur Hautkrebsprävention durch die TV-Moderatorin und Journalistin Susanne Klehn. Diese erkrankte mit 28 Jahren an einem malignen Melanom, dem sogenannten schwarzen Hautkrebs. Seit April setzt sie sich an der Seite der Deutschen Krebshilfe für ein umsichtiges Verhalten in der Sonne ein.

Wir wissen, dass der Bedarf nach Information und Aufklärung zum Thema Krebs in der Bevölkerung nach wie vor immens hoch ist. Daher sind Kampagnen sinnvoll, die über den Nutzen eines gesunden Lebensstils und die Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung aufklären.

Steigende Krebsneuerkrankungszahlen in einer alternden Gesellschaft dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den letzten Jahrzehnten auch erhebliche Erfolge in der Diagnose und Therapie erreicht wurden. Fortschritte in der Krebsforschung und -medizin sind die Grundlage dafür, dass Krebspatienten immer besser versorgt werden können. Die Heilungsraten steigen und Krebs verläuft heute in sehr vielen Fällen als chronische Erkrankung mit guter Lebensqualität für die Betroffenen.

Heute können vier von fünf krebskranken Kindern und die Hälfte aller erwachsenen Krebspatienten geheilt werden und wieder ein unbeschwertes Leben führen. Dennoch bleiben die Herausforderungen immens. So gilt es beispielsweise die Qualität in der Versorgung und die Strukturen weiter zu verbessern und jedem Patienten eine optimale und personalisierte Therapie zu ermöglichen.

Wir wollen, dass alle krebskranken Menschen gute Heilungschancen haben. Auf dieses Ziel ist unsere Arbeit stetig ausgerichtet. Ohne die Zuwendungen der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, die seit über 40 Jahren die Deutsche Krebshilfe unterstützen, wären viele der bisherigen Erfolge in der Krebsmedizin und Forschung nicht möglich gewesen. Nur unsere Spender haben uns in die Lage versetzt, über 3.000 Projekte zur Verbesserung der Versorgung krebskranker Menschen zu fördern.

Nächster Artikel