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    Was ist Psoriasis?

    Foto: Hriana via Shutterstock

    Psoriasis, umgangssprachlich auch Schuppenflechte genannt, ist eine erblich bedingte – nicht ansteckende – chronische Hauterkrankung. Ihr Auftreten beziehungsweise Ausbrechen kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden.

    Psoriasis ist nicht heilbar, lässt sich aber heutzutage relativ gut behandeln. Schuppenflechte ist neben Neurodermitis die häufigste chronische Hauterkrankung und geht oftmals mit einem Grad der Behinderung (GdB), oftmals auch bis hin zu einer Schwerbehinderung (GdB>50), einher.

    Bei der Psoriasis sind die Abwehrreaktionen des Körpers fehlerhaft.

    Menschen mit Psoriasis leiden wegen der sichtbaren Hautmale unter Stigmatisierung. Selbstisolation und Rückzug aus Angst und Scham vor Ablehnung sind eine häufige Folge. Sehr viele Erkrankte leiden infolge der Schuppenflechte an Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen. In Deutschland sind zwischen zwei und drei Millionen Menschen an Psoriasis erkrankt.

    Autoimmunvermittelte Entzündungskrankheit

    Bei der Psoriasis sind die Abwehrreaktionen des Körpers fehlerhaft. Das Immunsystem greift körpereigenes Gewebe an und täuscht damit eine Verletzung vor. Als Reaktion auf die vermeintliche Verletzung entsteht eine Entzündung, die den Körper stetig zur Produktion neuer Hautzellen anregt. Aufgrund dieser Überproduktion wandern die Hautzellen wesentlich schneller an die Hautoberfläche.

    Weil sie dann jedoch noch nicht ausgereift sind, lösen sie sich nicht von der Oberfläche. Es entsteht eine Verdickung, bei der die benachbarten Hautzellen miteinander verkleben. Die für Psoriasis typischen, erhabenen und geröteten, mit silbrig-weißen Schuppen bedeckten, Hautareale – die sogenannte Plaques – entstehen.

    Psoriasis-Arthritis

    Die Schuppenflechte schlägt sich im Krankheitsverlauf häufig auch auf die Gelenke nieder. Etwa ein Drittel der Erkrankten entwickeln im Laufe der Zeit eine Psoriasis der Gelenke, die sogenannte Psoriasis-Arthritis. Die Psoriasis-Arthritis tritt meistens zusammen mit der Psoriasis der Haut auf. Meist folgt sie der Psoriasis der Haut, tritt also zeitlich verzögert auf. Eine Psoriasis-Arthritis ohne Hautbeteiligung kommt relativ selten vor.

    In vielen Fällen führt die Psoriasis-Arthritis zu erheblichen Einschränkungen im beruflichen Alltag.

    Ebenso wie die Psoriasis der Haut ist die Psoriasis-Arthritis ursächlich nicht heilbar. Die Psoriasis-Arthritis hat unterschiedliche Verlaufsformen. Grundsätzlich können alle Gelenke betroffen sein – im Gegensatz zur chronischen Polyarthritis typischerweise auch die Finger- und Zehenendgelenke und oft auch alle Gelenke eines Fingers oder einer Zehe.

    Die Erkrankung kann sich mit flächigen Gelenkbeschwerden und Schwellungen sowie mit sprunghaftem Auftreten bemerkbar machen. Die Schwellungen sind nicht zwangsläufig dauerhaft, sondern können auch wieder völlig zurückgehen. Um die betroffenen Gelenke herum kann es zur Verknöcherung kommen, wodurch sich die Beweglichkeit der Gelenke stark vermindert.

    In vielen Fällen führt die Psoriasis-Arthritis zu erheblichen Einschränkungen im beruflichen Alltag, die sehr häufig auch in einer Arbeitsunfähigkeit münden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die großen Gelenke und/oder die Wirbelsäule betroffen sind.

    Der Deutsche Psoriasis Bund e. V. (DPB) ist eine gemeinnützig tätige Selbsthilfeorganisation von und für Menschen mit Psoriasis. Als größte deutsche Selbsthilfeorganisation im Bereich der Hauterkrankungen vertritt der DPB die Interessen aller an Schuppenflechte erkrankten Menschen in Deutschland.

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