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Unsere Nieren leisten Erstaunliches in unserem Körper.

Sie übernehmen viele lebensnotwendige Aufgaben wie die Filterung des Blutes, pro Tag laufen rund 1.800 Liter durch die Nieren. Durch die Filterung wird der Körper entgiftet, der Flüssigkeitshaushalt kontrolliert und das chemische Gleichgewicht aufrechterhalten. Daneben produzieren die Nieren Hormone, wie beispielsweise Renin, welches für die Regulation des Blutdrucks eine wichtige Rolle spielt. Auch das Vitamin D wird in den Nieren aktiviert, das u. a. für eine Stärkung der Knochen sorgt. Weiterhin unterstützen die Nieren bei der Blutbildung.

Wenn beide Nieren nicht mehr richtig funktionieren, kann dies zu starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Die Abnahme der Nierenfunktion vollzieht sich oft schleichend und zu Beginn meist unbemerkt. Die Nieren geben kein Alarmzeichen. Nicht selten wird das erst bemerkt, wenn die Nieren bereits gravierend geschädigt sind.

Den Funktionsverlust der Niere nennt man Niereninsuffizienz.

Bei der terminalen Niereninsuffizienz (Endstadium der chronischen Nierenerkrankung) kommt es zu einem Totalausfall der Nieren und damit zu einer Vergiftung des Körpers. In diesem Stadium kommen verschiedene Therapiemöglichkeiten zum Einsatz. Neben einer Nierentransplantation stehen den Patientinnen und Patienten zwei grundsätzlich gleichwertige Dialyseverfahren zur Wahl: die Peritoneal- und die Hämodialyse. Bei der Entscheidung, welches Verfahren das individuell Richtige ist, spielen immer medizinische Aspekte, Lebensumstände und die Bereitschaft und Möglichkeiten der Patientinnen und Patienten zur Übernahme eigener Verantwortung im Behandlungsprozess eine wichtige Rolle.

Zwei Wege der Dialysebehandlung

Bei der Peritonealdialyse (PD) übernimmt das Bauchfell (Peritoneum) die Filterfunktion der Nieren. Das Bauchfell ist eine dünne Haut, die das Innere des Bauchraums auskleidet. Die PD lässt sich bequem zu Hause oder am Arbeitsplatz anwenden, auf den Einsatz komplizierter Geräte kann bei der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse (CAPD) verzichtet werden. Stattdessen ist ein Beutelwechsel zum Austausch der Dialyseflüssigkeit notwendig. Bei der Hämodialyse, häufig Blutwäsche genannt, kommen Dialysemaschinen zum Einsatz, die alle wichtigen Werte während der Dialyse überprüfen und bei Bedarf anpassen. Dieses Verfahren wird hauptsächlich in speziellen Einrichtungen (z. B. in KfH-Nierenzentren oder Medizinischen Versorgungszentren) durchgeführt. Die Hämodialyse kann aber auch eigenständig oder mit Partner zu Hause angewandt werden.

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