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Gesundbleiben – das wollen wir alle. Dafür gibt es aber nicht den einen richtigen Weg oder die eine goldene Regel, die sich für jeden Menschen anwenden lässt. Oft reichen kleine Impulse an der richtigen Stelle, um auf den Weg zu einem gesünderen Lebensstil zu kommen, ohne den Alltag komplett umzukrempeln. Im Interview erklärt Marina Hergenröder, ärztliche Leitung von Sana Praevention Düsseldorf und Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, wie personalisierte Medizin hier als Wegweiser funktionieren kann.

Marina Hergenröder

Ärztliche Leitung von Sana Praevention Düsseldorf und Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie

Was genau kann man sich unter „personalisierter Medizin“ vorstellen?

Personalisierte Medizin bedeutet beispielsweise im Klartext: Nicht für jeden eignet sich Intervallfasten, um auf ein gesundes Gewicht zu kommen, nicht für jeden Menschen sind erhöhte Cholesterinwerte in gleichem Maße ein Risikofaktor und für Frauen und Männer gelten auch unterschiedliche Regeln. Für manchen können 10 Minuten Sport täglich schon das Ziel sein. Oft geht es in der Präventivmedizin einfach darum, mit kleinen Schritten den Weg zurück in die Selbstverantwortung zu begleiten, Medikamente nur soweit notwendig zu Einsatz zu bringen und vertrauensvoll im Laufe der nächsten Monate und Jahre die Erfolge zu verstetigen.

Wie kann der Weg zurück in die Selbstverantwortung aussehen?

Die Ärzte und Ärztinnen von Sana Praevention bringen Beschwerden wie beispielsweise Obstipation, Schnarchen, Erektionsstörungen, Schlafstörungen, chronische Kopfschmerzen und Müdigkeit mit den erhobenen Befunden und Gesprächen in Verbindung. So helfen wir den Teilnehmern, ein besseres Verständnis für den eigenen Körper und die vorhandenen Risikofaktoren zu entwickeln. Die meisten Erkrankungen, insbesondere die großen Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes Typ II, degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen und auch einige Krebserkrankungen sind in einem hohen Prozentsatz vermeidbar und ausgelöst durch vermeidbare Risikofaktoren. Dazu gehören Bewegungsarmut, Stress sowie einseitige, fleischlastige und hochkalorische Ernährung mit industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln. Diese Risikofaktoren müssen wir bei jedem Teilnehmer einzeln betrachten.

Wie schaffen Sie es so genau auf die individuellen Faktoren einzugehen?

In der internistischen Vorsorgemedizin ist besonders wichtig, den Menschen so gut wie möglich kennenzulernen – nicht nur über Laborwerte und Sonografiebilder, sondern auch mittels eingehender Gesprächen über Ernährung, Lebensstil, Familiengeschichte und mentale Gesundheit. Zusammengeführt mit diagnostischen Befunden, können wir Ärzte damit Ergebnisse einordnen und passgenaue Empfehlungen aussprechen. Wenn wir die Motivation schaffen, ein bis zwei kleine, gut zu bewältigende und einfache Maßnahmen umzusetzen, kann das schon einen großen Unterschied machen. Egal ob es um das Gewicht und die Leistungsfähigkeit geht, die Libido, das Schlafverhalten, ungesunde Angewohnheiten und Abhängigkeiten oder organische Probleme – wichtig ist, dass der Teilnehmer nach einem Check-up, seinen Einfluss auf die eigene Gesundheit erkennt und Dinge wieder selbst in die Hand nimmt. Dass die Inhalte der Beratung für Teilnehmer, die in Ihren Job besonders viel reisen, anders aussehen, als bei einem Angestellten, der viel im Homeoffice arbeitet, versteht sich von selbst.

Erleben Sie es häufig, dass Check-up Teilnehmer bei der nächsten Untersuchung bereits Fortschritte gemacht haben?

Häufig ist die Verbesserung sogar deutlicher als erwartet.  Wenn die ersten 5 kg runter sind, schmerzen häufig auch die Kniegelenke nicht mehr, das quälende Mittagstief ist verschwunden und die Motivation für die nächsten Schritte ist da. Die Freude der Teilnehmer zu spüren, wenn die Lebensenergie zurückkommt, wir Blutdruck- und Diabetesmedikamente wieder reduzieren können und die Teilnehmer ihre Familie und das Team am Arbeitsplatz mit den Erfolgen anstecken – das ist unbeschreiblich schön.

Gesundheitsvorfreude mit Sana Praevention

In unseren exklusiven Präventionszentren in Berlin, Hamburg, Karlsruhe und Düsseldorf bieten wir Ihnen neben klassischen Vorsorgeuntersuchungen beispielsweise aus dem Bereich der Männergesundheit auch lebensstilorientierte Angebote. Ihr individueller Check-up findet innerhalb eines Tages statt und alle Ergebnisse laufen bei Ihrem persönlichen Arzt von Sana Praevention zusammen. Bei Bedarf vermitteln wir auch weiterführende Termine im Netzwerk der Sana Kliniken AG.

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Männer, bleibt gesund!

Auch bei erektiler Dysfunktion. Wenn „Mann“ im Bett nicht mehr so funktioniert wie gewohnt, kann das verschiedene Ursachen haben.

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Prof. Dr. med. Frank Sommer

Männerarzt und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e. V. (DGMG)

„Bin ich eigentlich der Einzige, der unter Erektionsstörungen leidet?“ – das fragen sich fast alle Männer mit Potenzproblemen, die in meine Sprechstunde kommen. Aber meine Erfahrung zeigt, dass sie nicht alleine sind. Jeder fünfte Mann in Deutschland ist zwischen dem 20. und 80. Lebensjahr von einer Impotenz betroffen. Damit ist die erektile Dysfunktion (ED) – so der medizinische Fachbegriff – eine Volkskrankheit.

Wenn man von Erektionsproblemen betroffen ist, sollten diese unbedingt medizinisch abgeklärt werden.

Vielfältige Ursachen

Wenn man von Erektionsproblemen betroffen ist, sollten diese unbedingt medizinisch abgeklärt werden. Denn eine ED kann unterschiedliche Ursachen haben. Neben hormonellen Störungen können die zuführenden Blutgefäße (Arterien) betroffen sein, wenn durch sie bei der sexuellen Stimulation nicht genügend Blut zum „Zielort“ gepumpt wird. Aber auch Gewebsveränderungen im Penis selbst können der Grund sein – bei einem Ungleichgewicht von „guten“ erektionsfähigen Zellen zu solchen, die eine Erektion verhindern.

Zudem spielen Nerven und Reizweiterleitung bei der Sexualität eine große Rolle, sowohl in Gehirn und Rückenmark als auch direkt im Penis. Entsprechende Störungen, etwa aufgrund einer Zuckerkrankheit (Diabetes) oder neurologischer Erkrankungen wie Multiple Sklerose, können zu Erektionsproblemen führen.

Darüber hinaus kann die – Männern meist unbekannte – sogenannte Potenzmuskulatur geschwächt sein. Diese sitzt im kleinen Becken des Mannes und ist unter anderem dafür verantwortlich, dass der Penis bei guter Durchblutung sehr hart wird und eine Penetration für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr erfolgen kann.

Für eine ED gibt es aber noch viele andere Ursachen, auch Stress und psychogene Belastungen zählen dazu. Umso wichtiger ist die medizinische Diagnostik, bevor individuell – auf die Probleme des Mannes abgestimmt – therapiert werden kann.

Rechtzeitig zum Arzt

Unser Ziel ist die Heilung der Erektionsstörungen. Wenn der Mann sich rechtzeitig bei einem Arzt vorstellt, ist dies auch häufig möglich. Oft liegen verschiedene Ursachen (Mischgenese) vor, etwa wenn sich die „Zusammensetzung“ des Penis verändert hat, die Potenzmuskulatur schwächelt und dann aufgrund von Versagensängsten noch negative Gedanken hinzukommen.

Alle diese Ursachen sollten bekämpft werden, was in der Regel mithilfe der Kombination aus medikamentösen Ansätzen und körperlichen Übungen erfolgt. So kann man zum Beispiel sowohl die Potenzmuskulatur stärken als auch ein spezielles Schwellkörpertraining absolvieren – für mehr „fitte“ Zellen im Penis. Mit zunehmend verbesserten Erektionen bessern sich in der Regel auch die psychogenen Ursachen. Sollten diese andauern – das ist bei weniger als vier Prozent der Patienten mit Mischgenese der Fall –, sind entsprechende gesprächstherapeutische Maßnahmen ratsam. Auch sollten weitere mögliche gesundheitliche Probleme wie Schlafstörungen ausgeschlossen beziehungsweise therapeutisch angegangen werden.

Nicht zuletzt kann und sollte Prävention betrieben, also dafür gesorgt werden, dass Erektionsstörungen gar nicht erst auftreten. Hierzu gibt es bezüglich Ernährung, körperlicher Aktivität sowie mentaler Stärke viele wichtige Ansatzpunkte.

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Zu diesen Themen hat die DGMG das Trainingsprogramm „3+3=6“ entwickelt, das sich Patienten als PDF unter https://bit.ly/2YFJZ4E herunterladen können.

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