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Frank Dekker

Vice President DACH

Wenn sich das Sehen mit etwa 45 Jahren verschlechtert, ermöglicht eine Gleitsichtbrille beste Sicht in allen Entfernungen. Rodenstock-Experte Frank Dekker, Vice President DACH, erklärt, für wen Gleitsichtgläser geeignet sind und wie biometrische Intelligenz ihre Sicht verbessert.

Für wen kommt eine Gleitsichtbrille infrage?

Irgendwann wird das Lesen in der Nähe immer schwieriger – auch ein größerer Abstand zu den Augen reicht nicht mehr aus, um die kleinen Buchstaben zu erkennen. Auch wenn man bisher gute Augen hatte – ab einem Alter von etwa 45 Jahren kann es jeden treffen, denn das Auge altert mit. Wenn wir in der Mitte unseres Lebens stehen, ist die Linse nicht mehr elastisch genug, um schnell zwischen Nah- und Weitsicht zu variieren. Das Auge braucht dann einfach Unterstützung bei den bis zu 250.000 Augenbewegungen pro Tag. Am besten eignet sich dafür eine Gleitsichtbrille, denn sie unterstützt das Sehen in jedem Winkel und in allen Entfernungen.

Was ist beim Kauf einer Gleitsichtbrille zu beachten, und wie funktioniert die biometrische Vermessung?

Ein sehr wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gleitsichtbrille ist die Vermessung beim Augenoptiker.

Generell gilt: Je genauer die Brillengläser zu den Augen des Trägers passen, desto schärfer ist die Sicht. Biometrische Gleitsichtbrillen von Rodenstock basieren auf der exakten Vermessung des Auges und der Berechnung eines individuellen biometrischen Augenmodells, auf dessen Basis Rodenstock auf den Mikrometer genau passende Gläser anfertigt. Für eine biometrische Vermessung greifen Rodenstock-Optiker auf eine innovative Technologie zurück: Unser patentierter DNEye® Scanner vermisst die Länge des Auges sowie Tausende weitere Datenpunkte, die als Basis für die Berechnung eines biometrischen Augenmodells dienen. Wir ermitteln für jedes einzelne Auge das Zentrum des schärfsten Sehens. So fließen bei Rodenstock erheblich mehr Parameter in die Produktion jedes Brillenglases ein als bei allen anderen Herstellern. Jedes Gleitsichtglas wird entsprechend den biometrischen Parametern maßgefertigt, und so entstehen die präzisesten Gläser weltweit.

Wie funktioniert unser Auge, und wie unterstützen Gleitsichtbrillen das Auge im Alter?

Damit das Gehirn optische Eindrücke verarbeiten kann, müssen sie in elektrische Impulse umgewandelt werden. Diese Aufgabe übernimmt das Auge: Das durch Hornhaut und Pupille einfallende Licht wird von der Linse gebündelt und durch den Glaskörper auf die rund 130 Millionen Sehzellen der Netzhaut projiziert, die es für das Gehirn in elektrische Impulse umwandeln. Das Gehirn vergleicht sämtliche empfangenen Bilder mit Informationen, die es im Laufe des Lebens gespeichert hat. Aus all diesen Daten formt es in Sekundenbruchteilen die Seheindrücke, die wir wahrnehmen. Dabei nutzt der Mensch zwei Sehsysteme: Eines verarbeitet eine große Zahl visueller Reize aus den Randbereichen der Netzhaut, um uns bei der Orientierung für Bewegungen und Veränderungen im Raum zu unterstützen und zu verhindern, dass wir gegen Dinge stoßen. Darüber hinaus analysiert der Mensch unwillkürlich Informationen aus der Peripherie, um zu entscheiden, wohin er als Nächstes blickt. Das andere Sehsystem kommt bei der Fokussierung zum Einsatz, etwa auf Objekte oder Personen. Hier greift das Gehirn auf gespeicherte Informationen zurück, um das Gesehene einzuordnen. Um ein scharfes Sehen in allen Entfernungen zu ermöglichen, sind in die Gläser einer Gleitsichtbrille verschiedene Zonen eingeschliffen. So lassen sich gleichzeitig mehrere Fehlsichtigkeiten einschließlich einer Hornhautverkrümmung korrigieren.

Kann ich mit einer Gleitsichtbrille am PC arbeiten, Auto fahren oder sie als Lesebrille nutzen – oder würden Sie hierfür zu Spezialbrillen raten (Bildschirmbrille, Autofahrerbrille, etc.)?

Gleitsichtbrillen sind, wie der Name schon sagt, so aufgebaut, dass man einen stufenlosen Übergang hat und in allen Entfernungen scharf sehen kann. Also sowohl in der Nähe als auch in mittleren Entfernungen und in der Ferne, und das, ohne ständig die Brille wechseln oder auf- und absetzen zu müssen. Je nach Lebensstil gibt es für jeden Brillenträger die richtige Brille. Wenn jemand viel Zeit vor dem Bildschirm oder im Auto verbringt, empfehlen wir zusätzlich eine Bildschirmbrille mit Blaulichtfilter von Rodenstock oder die Rodenstock- Autofahrerbrille.

Ist eine Gleitsichtbrille gut verträglich? Was muss ich ggf. bei der Eingewöhnung beachten?

Lange Eingewöhnungszeiten wie früher gibt es bei biometrischen Gleitsichtglasern nicht mehr. Sie machen es den Brillenträgern einfach, und die allermeisten kommen auf Anhieb gut damit zurecht. Bei uns im Münchner Headquarter wird geforscht und entwickelt, berechnet und getestet. Das Ziel all dieser Bemühungen ist, dass Brillenträger ihre neue Gleitsichtbrille aufsetzen und nicht nur perfekt sehen, sondern sich mit der Brille auch spontan wohlfühlen. 

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