Dementsprechend fühlen wir uns. Sätze wie „ich fühle mich ausgelaugt“ oder „ich bin sauer“, die wir ganz unbewusst äußern, sind nicht so bedeutungslos, wie wir vielleicht meinen. Wenn unser Säure-Basen Haushalt aus dem Gleichgewicht gerät, kann dies sowohl unsere Gesundheit, unsere Stimmung als auch unser Körpergewicht betreffen.

Der „saure“ Alltag

Ein großer Teil der Nahrungsmittel, welche zu unserer heutigen Ernährungsweise zählen, werden zu Säuren verstoffwechselt. Zu unserem „säurelastigen“ Alltag gehören Kaffee, Toast mit Marmelade, Rührei, Nudeln, Süßigkeiten, Brot mit Wurst oder Käse. Gemüse und Obst sind meistens nur Beilage. Die daraus entstehenden Säuren in unserem Körper müssen neutralisiert werden damit ihre ätzenden Eigenschaften keine Schäden in unserem Körper anrichten. Dies geschieht zum Beispiel mit Hilfe von basischen Mineralstoffen (Kalium, Magnesium), die unser Körper jedoch in erster Linie eigentlich für seine lebenswichtigen Aufgaben benötigt. 

Mineralstoffmangel durch ein Übermaß an Säuren

Die aus der Ernährung fehlenden Mineralstoffe zur Neutralisation der Säuren muss unser Körper letztendlich aus seinen körpereigenen Depots nehmen (z.B. Knochen, Fingernägeln und Haarboden). Hieraus können Schäden wie u.a. Karies, Krampfadern, Haarausfall, brüchige Fingernägel oder Arteriosklerose resultieren. Hinzu kommt, dass bei einem Übermaß an Säuren unser Körper Fettzellen anlegt, um Säuren zu binden. Genau hier kommt nun die basische Ernährung ins Spiel. Die basische Ernährung liefert uns ausreichend basische Mineralstoffe, die unser Körper benötigt, um sein gesundes Gleichgewicht zu erhalten. Nebenbei können wir ein paar überflüssige Kilos an den richtigen Stellen verlieren, da unser Körper gebundene Säuren loslassen kann.

Basisch oder basenreich?

Eine basische Ernährung setzt sich zu 100 Prozent aus rein basischen Lebensmitteln zusammen. Sie ist in Form einer Kur ideal als vorübergehende Maßnahme anzusehen. Die basenreich Ernährung dagegen besteht aus etwa 80 Prozent basischen Lebensmitteln und 20 Prozent gesunden Säurebildnern. Letztere sind Lebensmittel, die zwar Säuren bilden aber dennoch eine überwiegend gesundheitliche Wirkung haben (u.a. Hülsenfrüchte, glutenfreie Pflanzen).  Säurebildende Lebensmittel sind somit also nicht automatisch ungesund. Zu den ungesunden Säurebildnern gehören z.B. Industrieprodukte, Weißmehlprodukte, weißer Zucker sowie Alkohol und Kaffee, welche vollständig ersetzt werden sollten.

Die basenüberschüssige Ernährung – Wie fange ich an?

Foto: Nataliia Leontieva/Shutterstock

Grundnahrungsmittel sind Gemüse und Salate in allen Variationen mit zum Beispiel Kartoffeln oder anderen basischen Beilagen (z.B. basische Bratlinge).

  • Glutenfreie Pflanzen (Buchweizen, Amaranth, Quinoa) und Hülsenfrüchte ersetzen herkömmliche Getreideprodukte wie Brötchen oder Pasta.
  • Bio-Fleisch oder Fisch können in der basenreichen Ernährung einmal pro Woche als Beilage integriert werden.
  • Statt industrieller Snacks stehen Obst in Maßen, Gemüsesticks mit Avocadocreme oder mal etwas würzigere Kichererbsenchips auf dem Speiseplan.
  • Grüne Smoothies, leckere Gemüsecurries oder Suppen sind natürlich bei der basischen Ernährung auch ganz hoch im Kurs.

Letztendlich besteht Gesundheit aus mehreren Säulen und Stress oder Umweltbelastungen spielen ebenfalls eine Rolle. Allerdings ist ein entlasteter Körper leichter in der Lage mit Krankheiten umzugehen, als ein geschwächter. Daher ist eine basenreiche Ernährung eine tolle Möglichkeit, unseren Körper mit wertvollen Nährstoffen zu versorgen und bietet somit eine Grundlage für Schönheit, Vitalität und innere Ausgeglichenheit. Mehr dazu unter www.basischfit.com.

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