Doch nicht nur dass der Schnarcher bei anderen Ärger auslöst, es stellt sich auch die Frage: ist Schnarchen ein Gesundheitsrisiko?

Schnarchen entsteht durch Verengung der Atemwege im Rachen, wenn die Muskulatur im Schlaf entspannt. Zungengrund und Rachen berühren sich und flattern im Luftstrom. Fast jeder hat auch die Steigerung  schon erlebt: Lange Atempausen, die mit einem lauten Schnarch-Ausbruch beendet werden. Sie entstehen, wenn die oberen Atemwege komplett zusammenfallen und blockiert sind.

Der Körper will atmen, bekommt aber keine Luft. Nur ein kurzes Erwachen kann diese Situation lösen. Der Schlafende  merkt nichts davon, schläft wieder ein und alles beginnt von neuem. Dies ist die sogenannte Schlafapnoe, eine ernstzunehmende Erkrankung.

Durch die Atemstillstände werden Körper, Herz und Gehirn mit zu wenig Sauerstoff versorgt, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder Schlaganfall nimmt zu. Und der Schlaf ist nicht erholsam, da er oft dreißig Mal pro Stunde oder mehr unterbrochen wird.

Der positive Effekt der CPAP-Therapie steigt, je länger sie nachts angewendet wird.

Schlafapnoiker leiden unter Tagesschläfrigkeit  und könnten immer und überall einschlafen – leider auch am Steuer eines Fahrzeugs.  Die Schlafapnoe ist also dringend behandlungsbedürftig. Man schätzt, dass ca. vier Mio. Deutsche unter dieser Krankheit leiden - die meisten ohne es zu wissen.

Abhilfe schafft die sogenannte CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure), bei der nachts über eine Maske ein kleines Gerät die oberen Atemwege mit leichtem Überdruck offen hält. Die Symptome  und das Schnarchen sind mit CPAP-Therapie meist schnell und zuverlässig behoben.

Aber auch das Risiko für ernste Herz-Kreislauferkrankungen wird so deutlich reduziert. Bereits ca. 700.000 Menschen in Deutschland nutzen die CPAP-Therapie und rund 500 schlafmedizinische Zentren in Deutschland haben sich auf Diagnose und Therapie der Schlafapnoe spezialisiert (Dt. Ges. f. Schlafforschung u. Schlafmedizin, www.dgsm.de).

Der positive Effekt der CPAP-Therapie steigt, je länger sie nachts angewendet wird. Neueste Technologien wie Telemonitoring können dabei helfen. Die Therapiedaten werden vom Atemtherapiegerät mittels Telemonitoring übertragen und mögliche Probleme können dann von Ärzten bzw. Schlaf-Spezialisten erkannt und im Austausch mit dem Anwender behoben werden. Rund 35.000 CPAP-Anwender in Deutschland nutzen dies bereits. Erste Studien zeigen, dass so Therapieabbrüche im ersten Jahr mehr als halbiert werden können.

Ein neues Internetportal bietet dem Anwender Rückmeldung zu seinem aktuellen Therapieerfolg und gibt Tipps für bessere Ergebnisse und mehr Komfort. Nicht nur das Gesundheitsrisiko der Schlafapnoe wird durch erfolgreiche Therapie zuverlässig verringert, auch die Mitmenschen freuen sich, wenn sie endlich ihren wohlverdienten Schlaf bekommen.