So müssen einige Patienten strenge Diäten halten, andere müssen mit einem Stoma, einem künstlichen Darmausgang, leben. Es gibt eine Vielzahl von Ernährungsempfehlungen und Diätvorschlägen. Für die Betroffenen ist es schwierig, zwischen sinnvollen und weniger sinnvollen beziehungsweise schädlichen Empfehlungen zu unterscheiden.

Einen der wichtigsten Risikofaktoren für Magen-Darm-Erkrankungen haben Patienten selbst im Griff: ihre Ernährungsgewohnheiten. Ernährung ist essenziell für die Gesundheit und daher Teil des Behandlungskonzepts bei vielen Erkrankungen, insbesondere auch bei Magen-Darm-Beschwerden. Eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil haben einen positiven Einfluss auf die Gesundheit des Verdauungstrakts und können vielen Beschwerden entgegenwirken.

Zu den häufigen Verdauungsbeschwerden zählt die Refluxkrankheit, die durch Symptome wie Sodbrennen und saures Aufstoßen geprägt ist. Sie betrifft bis zu zehn Prozent der Bevölkerung. Häufig werden die Symptome jedoch nicht ernst genommen – und das, obwohl der häufige Rückfluss von saurem Mageninhalt die Speiseröhre ernsthaft schädigen kann. Die Lebensweise hat einen großen Einfluss auf die Entstehung der Refluxkrankheit: Auslöser sind häufig fettreiche Speisen (insbesondere am Abend) sowie der Konsum von Alkohol, Kaffee und das Rauchen.

Auch Nahrungsmittel- unverträglichkeiten betreffen Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Viele Menschen, dabei auch viele Kinder in Deutschland, haben Magen-Darm-Beschwerden im Sinne des sogenannten Reizdarmsyndroms. Die Betroffenen leiden unter chronischen Bauchbeschwerden und Stuhlunregelmäßigkeiten und sind so in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt. Neben einer symptomatischen Behandlung der Beschwerden mit Medikamenten wird in der Regel auch die Ernährung umgestellt: Eine kohlenhydratreduzierte Ernährung kann die Beschwerden des Reizdarms oftmals lindern.

Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten betreffen Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Ein bis zwei Prozent der Bevölkerung leiden an diesen Erkrankungen, die mit schmerzhaften Symptomen wie Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen, zum Teil auch Gewichtsverlust, auftreten. Den Symptomen kann mit einer Ernährungsumstellung entgegengewirkt werden.

Bei der Gastroenteritis handelt es sich hierbei zumeist um eine infektiöse Erkrankung, die einen leichten Verlauf nimmt. Aufgrund von akuten Symptomen wie Erbrechen und Durchfall zielt die Behandlung hauptsächlich auf den Ersatz des Flüssigkeits- und Elektrolytverlusts ab.

 Eine gesunde und angepasste Ernährung hat einen großen Stellenwert in der Prophylaxe und ist wichtiger Bestandteil der Behandlung.

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