Dass es in unserer Familie so etwas wie ein familiäres Risiko für Darmkrebs gab, war uns nicht bewusst, und kein Arzt hatte uns jemals darauf aufmerksam gemacht oder uns Fragen zu Krebserkrankungen in der Familie gestellt.

Die Diagnose war schockierend: Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium.

Inzwischen weiß ich, dass bereits bei einem Verwandten mit Darmkrebs in der Familie alle direkten Angehörigen – also Eltern, Geschwister, Kinder – ein möglicherweise stark erhöhtes Risiko für diesen Krebs haben und früher als durchschnittlich belastete Menschen mit regelmäßiger Darmkrebsvorsorge beginnen sollten.

Bis dahin war es aber ein weiter Weg. Er begann mit einem CT, auf dem Metastasen in der Leber festgestellt wurden, noch ohne dass klar war, von welchem Tumor sie stammten. Da Darmtumoren meist als Erstes Metastasen in der Leber bilden, lag der Verdacht nahe, dass es sich um einen Darmtumor handelte.

Die Diagnose war schockierend: Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Und das bei einem jungen Mann, der immer Wert auf gesunde Ernährung und Sport gelegt hatte und selten krank war. Ein abklärendes CT für drei Wochen diffuse Bauchschmerzen hatte ausgereicht, um Felix von einem Tag auf den anderen zu einem schwer kranken Patienten zu machen.

Sehr bald war klar: Felix hätte diesen Krebs nicht bekommen müssen, wenn irgendwann von einem Arzt einmal eine Familienanamnese erhoben worden und damit klar gewesen wäre, dass er aufgrund des Vorliegens eines familiären Risikos bereits ab dem Alter von 25 hätte vorsorgen müssen.
Felix’ erklärter Wunsch vor seinem Tod war daher, dass sich die Stiftung, die seinen Namen trägt, dafür einsetzen soll, dass anderen Menschen sein Schicksal erspart bleibt. Und das ist, was die Felix Burda Stiftung seit 15 Jahren tut.

Trotzdem wissen nach wie vor viele Menschen, die Darmkrebs in der Familie haben, nichts von ihrem erhöhten Risiko.

Gemeinsam mit zahlreichen Partnern und durch Unterstützung der Medien in Deutschland konnten wir viel erreichen: Bis heute haben an der für die Prävention von Darmkrebs so wichtigen Vorsorgekoloskopie über sechs Millionen Menschen in Deutschland teilgenommen. Nach einer Hochrechnung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) konnten dadurch rund 200.000 Neuerkrankungen und rund 100.000 Todesfälle von Darmkrebs verhindert werden. Die Sterblichkeit an Darmkrebs sank bei Männern um 21 Prozent, bei Frauen sogar um über 26 Prozent.

Trotzdem wissen nach wie vor viele Menschen, die Darmkrebs in der Familie haben, nichts von ihrem erhöhten Risiko. Und andere zögern aufgrund diffuser Ängste vor der Vorsorgekoloskopie oder schieben diese wichtige Untersuchung immer weiter vor sich her. In Felix’ Namen werden wir hier noch viel Aufklärung zu leisten haben.

Information

Wenn auch Sie sich für die Darmkrebsvorsorge interessieren, erfahren Sie hier mehr: www.schnellcheck-darmkrebs.de.