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„Man muss nur darüber sprechen!“

Wann kommt der Laser zum Einsatz?

Der Laser kommt vor allem bei vulvo-vaginaler Atrophie (Scheidentrockenheit) zum Einsatz, bei Beschwerden, die mit sehr trockenen und empfindlichen Schleimhäuten im Intimbereich einhergehen: Juckreiz, Brennen, Schmerzen beim Wasserlassen   und beim Geschlechtsverkehr.  Das ist ein weitverbreitetes Phänomen, das verschiedene Ursachen haben kann. Die größte Gruppe sind Frauen in den Wechseljahren, von denen fast die Hälfte betroffen ist. Das liegt ganz einfach an der Hormonumstellung, also am plötzlich fehlenden Östrogen – das hat die Natur wirklich etwas ungerecht eingerichtet! (lacht) Frauen so um die 50 machen eine riesige Veränderung durch, und eine Begleiterscheinung ist eben, dass die Schleimhäute extrem empfindlich werden. Das ist ein großes Tabu-Thema: Studien zeigen, dass nur jede vierte Betroffene sich überhaupt traut, darüber zu sprechen. Darum finde ich das super, dass wir das jetzt thematisieren. Es ist ja keine Frau „Schuld“ daran, das ist ein ganz natürliches Phänomen.

Welche Patientengruppen gibt es noch?

Die zweite Gruppe, die mir besonders am Herzen liegt, sind die Brustkrebspatientinnen. Viele bekommen nach der Chemobehandlung Medikamente, die sie hormonell gesehen in die Wechseljahre bringen. Das ist aus onkologischer Sicht auch völlig richtig – aber eine Frau Mitte 30, die gerade eine Brust-OP hinter sich hat, kann das natürlich schwer akzeptieren.

Eine dritte Gruppe, die sich für die Behandlung mit dem MonaLisa sehr gut eignet, sind Frauen, die am Lichen Sclerosus leiden, was häufig mit extremen Schmerzen und permanentem, quälendem Juckreiz verbunden ist. Lichen Sclerosus kann in jedem Alter auftreten. Da erlebe ich wirklich dramatische Schicksale und bin deswegen sehr froh, wenn ich diesen Patientinnen helfen kann.

Ist dieses Verfahren eine Ergänzung oder eine Alternative zu Cremes und Hormonbehandlungen?

Das kommt immer auf den Einzelfall an, auf Ursache und Stärke der Beschwerden, auch auf die Erwartungshaltung. In einigen Fällen hilft schon eine fetthaltige Creme oder die Behandlung mit Östrogen in Form von Salben oder Zäpfchen. Aber zum Beispiel bei einer antihormonellen Therapie im Rahmen einer Brustkrebstherapie ist diese Möglichkeit mit dem Laser eine ideale Alternative . Viele Frauen stehen außerdem mitten im Leben, sind aktiv, wollen sich mit 50 nicht fühlen, als wären sie 90 – und immer aufpassen, ob „da unten alles okay“ ist.

Bei Lichen-Patientinnen erreiche ich zurzeit mit dem Laser die besten Ergebnisse.

Welche Erfahrungen konnten Sie bisher mit der neuen Behandlung sammeln?

Tatsächlich nur gute Erfahrungen. Wie bei jeder Therapie gibt es auch hier keine 100-prozentige Erfolgsquote, jeder Körper ist anders.  Aber ich würde schon schätzen, dass ich in 80 Prozent der Fälle wirklich extrem zufriedenstellende Ergebnisse erzielen kann. 

Wie funktioniert denn der Laser genau?

Das ist ziemlich genial, denn die Behandlung macht sich einen körpereigenen Prozess zunutze: Durch den Wärmeimpuls des Lasers werden Mikroverletzungen an den betroffenen Stellen gesetzt – und das führt dort zu einer Erneuerung der Haut. Das ist also im Prinzip genauso, wie wenn man sich zum Beispiel in den Finger schneidet: Nach kurzer Zeit bildet der Körper dort neue, gesunde Haut. Diese Verletzungen sind dabei aber wirklich winzig, das brennt kurz ein bisschen, blutet aber nur in den seltensten Fällen. Ich führe die Behandlungen meistens samstags durch, damit die Frauen einfach noch etwas Ruhe haben können; eigentlich könnten die meisten aber direkt aufstehen und zur Arbeit gehen. Das Ganze dauert nur ein paar Minuten. In den meisten Fällen reicht eine einzige Behandlung nicht aus. Bei Trockenheit empfehlen wir eins bis drei Termine, bei Lichen Sclerosus bis zu fünf  Termine, etwa im Abstand von vier bis sechs Wochen. Das kommt aber auf den individuellen Fall an.

Warum haben Sie sich für den  MonaLisa Touch entschieden?

Der MonaLisa kann eine höhere Energie aufbringen als viele andere Laser und hat dadurch eine bessere Tiefenwirkung, ich kann damit also vor allem die Patientinnen besser behandeln, bei denen die Schäden schon tief in der Haut sitzen. 

Wie ist das Feedback Ihrer Patientinnen?

Sehr gut! Sie können sich vorstellen, dass ich da teilweise wirklich ganz rührende Szenen erlebe. Die Beschwerden sind ja so intim und schränken die Lebensqualität oft derart ein, das ist für viele der Frauen dann eine unglaubliche Befreiung. Zum Beispiel wenn sie nach jahrelanger Enthaltsamkeit endlich wieder mit ihrem Partner intim sein können!

Erfahren Sie mehr auf  www.smilemonalisa.de  und www.cynosure.de.

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Der Kampf gegen Krebs- Prävention und Therapie

Krebs ist die Krankheit, vor der sich die deutsche Bevölkerung mit am meisten fürchtet.

Rund eine halbe Million Menschen erkranken hierzulande jährlich neu an einem Tumor, Tendenz steigend. Hoffnung besteht aufgrund von Fortschritten in der Forschung und Medizin, die die Heilungschancen von Krebspatienten weiter erhöhen. Experten gehen zudem davon aus, dass durch einen gesunden Lebensstil etwa die Hälfte aller Krebsfälle vermieden werden kann.

Als den „König aller Krankheiten“ betitele der indische Krebsforscher Siddhartha Mukherjee Krebs in seinem berühmt gewordenen gleichnamigem Buch. In der Tat nimmt Krebs eine Schlüsselstellung unter den Krankheiten ein: Jährlich werden in Deutschland rund 500.000 neue Krebsfälle diagnostiziert. Krebs ist hierzulande die zweithäufigste Todesursache und zudem die Krankheit, die bei den Deutschen neben Demenz die größten Ängste auslöst.

Die Ursachen, warum ein Mensch an Krebs erkrankt, sind komplex. Für viele Tumore sind zufällige genetische Fehler bei der Zellteilung verantwortlich, die mit steigendem Alter zunehmen. Aufgrund des demographischen Wandels wächst in Deutschland der Anteil älterer Menschen stetig. Das Robert Koch-Institut rechnet daher im Zeitraum zwischen 2010 und 2030 mit einem Anstieg der Krebsneuerkrankungen um 20 Prozent.

Dennoch kann jeder sein persönliches Krebsrisiko durch einige einfache Maßnahmen bis zu einem gewissen Grad positiv beeinflussen. Dies gilt insbesondere für häufige Krebsarten wie Brust-, Darm-, Lungen- und Hautkrebs. Ausreichend Bewegung und ein normales Körpergewicht reduzieren das Krebsrisiko nachweislich. Gleiches gilt für Nichtrauchen sowie einen vernünftigen Umgang mit Alkohol und UV-Strahlung.

Unterstützt wird die Deutsche Krebshilfe aktuell bei ihrer Aufklärung zur Hautkrebsprävention durch die TV-Moderatorin und Journalistin Susanne Klehn. Diese erkrankte mit 28 Jahren an einem malignen Melanom, dem sogenannten schwarzen Hautkrebs. Seit April setzt sie sich an der Seite der Deutschen Krebshilfe für ein umsichtiges Verhalten in der Sonne ein.

Wir wissen, dass der Bedarf nach Information und Aufklärung zum Thema Krebs in der Bevölkerung nach wie vor immens hoch ist. Daher sind Kampagnen sinnvoll, die über den Nutzen eines gesunden Lebensstils und die Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung aufklären.

Steigende Krebsneuerkrankungszahlen in einer alternden Gesellschaft dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass in den letzten Jahrzehnten auch erhebliche Erfolge in der Diagnose und Therapie erreicht wurden. Fortschritte in der Krebsforschung und -medizin sind die Grundlage dafür, dass Krebspatienten immer besser versorgt werden können. Die Heilungsraten steigen und Krebs verläuft heute in sehr vielen Fällen als chronische Erkrankung mit guter Lebensqualität für die Betroffenen.

Heute können vier von fünf krebskranken Kindern und die Hälfte aller erwachsenen Krebspatienten geheilt werden und wieder ein unbeschwertes Leben führen. Dennoch bleiben die Herausforderungen immens. So gilt es beispielsweise die Qualität in der Versorgung und die Strukturen weiter zu verbessern und jedem Patienten eine optimale und personalisierte Therapie zu ermöglichen.

Wir wollen, dass alle krebskranken Menschen gute Heilungschancen haben. Auf dieses Ziel ist unsere Arbeit stetig ausgerichtet. Ohne die Zuwendungen der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, die seit über 40 Jahren die Deutsche Krebshilfe unterstützen, wären viele der bisherigen Erfolge in der Krebsmedizin und Forschung nicht möglich gewesen. Nur unsere Spender haben uns in die Lage versetzt, über 3.000 Projekte zur Verbesserung der Versorgung krebskranker Menschen zu fördern.

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